Ein nepalesischer Bergführer hat nach sechs Tagen am Mount Everest überlebt, indem er Schokolade aß und Eis kaute. Dawa Sherpa, der auf dem Abstieg ohne Sauerstoff auskommen musste, wurde von seinem Team vermisst und bereits für tot gehalten.
Seine Familie in Kathmandu hatte mit den letzten Riten begonnen, als plötzlich ein Aufräumteam ihn entdeckte – er rutschte in Richtung Basislager. Sherpa wurde daraufhin per Helikopter ins Krankenhaus geflogen und wird dort derzeit wegen Dehydrierung, Erfrierungen und eines Knochenbruchs behandelt.
Dawa Sherpa erzählte im Spital, dass er in den ersten beiden Tagen nichts essen konnte. Erst danach begann er, Eis zu kauen, was seinen Zähnen Schmerzen bereitete. Schließlich fand er einige Schokoladenstücke in seiner Tasche, die ihm zusätzliche Kraft gaben.
Während seines Abstiegs stürzte Sherpa in eine Gletscherspalte und war dort zweieinhalb Tage gefangen. Ein Schneerutsch brachte schließlich genügend Schnee in die Spalte, sodass er sich befreien konnte. Mit Hilfe von Seilen gelang es ihm, weiter abzusteigen – trotz erneuter bedrohlicher Lawinen.
Erst nahe dem Basislager traf er auf ein Team, das Müll sammelte. Die Männer unterstützten ihn und brachten ihn schließlich ins Tal. Die Nachricht von seiner Rettung sorgte für große Erleichterung in der Sherpa-Gemeinschaft und bei seiner Familie.
Im Krankenhaus zeigen sich die Ärzte zuversichtlich: Sherpas Zustand ist stabil, seine Dehydrierung bessert sich. Seine Frau sagte, sie habe alle Hoffnung verloren, nachdem die Rettung ursprünglich als unmöglich erklärt wurde.