Niederösterreich

EVN baut Tunnel zwischen Klosterneuburg und Korneuburg

Die EVN baut einen Mikrotunnel unter der Donau. Er soll die Versorgungssysteme von Klosterneuburg und Korneuburg verbinden.
13.09.2021, 11:41

So nah und doch so fern. Klosterneuburg und Korneuburg zählen zu Niederösterreichs größten Städten und liegen eigentlich unmittelbar nebeneinander. Dennoch muss man bis nach Wien und retour fahren, um mit dem Auto von der einen in die andere Stadt zu kommen. Eine seit Jahren diskutierte Brücke über die dafür verantwortliche Donau konnte bislang nicht umgesetzt werden. Die EVN schafft jetzt aber eine andere Art der Verbindung unter der Donau. Allerdings leider nicht (direkt) für Menschen.

10 Millionen Euro Kosten

Ein Mikrotunnel soll bald die Versorgungssicherheit für die Stadtgemeinden Klosterneuburg und Korneuburg nachhaltig erhöhen, die Versorgungssysteme der beiden Städte so miteinander verbunden werden. Für das Verlegen der unterschiedlichen Leitungen, also Trinkwasser, Naturwärme, Internet, Strom und Gas investiert die EVN rund 10 Millionen Euro.

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Die Bauarbeiten beginnen auf der Korneuburger Seite. Dort werden Leitungen vom EVN-Kraftwerksgelände bis kurz vor das Donauufer verlegt und die notwendigen Tunnelarbeiten unter der Bahntrasse und der A22 verrichtet. Die Arbeiten auf der Klosterneuburger Seite werden voraussichtlich von November bis Dezember dieses Jahres starten. Die Tunnelarbeiten selbst sind für den Zeitraum Jänner und März 2022 geplant.

So sieht der Plan aus.
EVN

Eckdaten

Der rund 450 Meter lange Tunnel mit einem Innen-Durchmesser von 2 Meter soll auf Klosterneuburger Seite am nördlichen Rand der Rollfährensiedlung beginnen und auf Korneuburger Seite in Tuttendörfl enden. Der Tunnel wird im Rohr-Vortriebverfahren mit einem Radius von 1.600  Meter gebohrt, d.h. die Bohrung verläuft nicht gerade, sondern in „Bananenform“, mit einer Überdeckungshöhe bis zur Donausohle von ca. 5 Meter im Uferbereich und max. 11 Meter in der Donaumitte.

Für die EVN ist das Projekt eine wichtige, langfristige Infrastrukturinvestition. „Beide Gemeinden befinden sich in Wachstumsregionen. Da müssen wir rechtzeitig vorsorgen, um neuen Einwohnern und Unternehmen zukunftsfähige Infrastruktur garantieren zu können. Und im Jahre 2021 bedeutet das: sicher und nachhaltig“, so EVN Sprecher Stefan Zach.