Ex-Austria-Meisterkicker (60) hütet jetzt Kloster-Tor

Er spielte mit Legenden wie Prohaska und Polster am Rasen. Danach spielte ihm das Leben übel mit. Jetzt ist der Ex-Kicker im Kloster – als "Torwart".

Er war Stammspieler im Austria-Mittelfeld, zweifacher Meister und Cupsieger – nun steht Ex-Fußballprofi Harald Fürst im Tor, drei mal die Woche von 8.00 bis 16.00 Uhr. Denn der mittlerweile 60-Jährige arbeitet seit einem Jahr als Pförtner im Franziskanerkloster in der Wiener Innenstadt. Durch die Pforte verteilt er Brote an Bedürftige."Heute"besuchte ihn am Arbeitsplatz.

Austria-Ikonen als Kollegen

"Damals spielte ich mit Herbert Prohaska, da kam jede Kugel punktgenau und ich erlebte Toni Polster noch als Jugendspieler. Bei dem war schnell klar, wohin die Reise gehen würde", erinnert sich Fürst mit strahlenden Augen an glorreiche Zeiten. Sein eigener Weg im Profifußball verlief weniger erfolgreich: "Ich konnte mich gegen die vielen Stars nicht richtig durchsetzen, wechselte zum LASK und später zur Admira, zum FavAC und nach Kufstein."

Verletzung stoppte Karriere

Mit nur 27 Jahren endete die Karriere abrupt. "Ich hatte immer wieder kleinere Verletzungen, doch dann riss mir die Sehne in der Leiste – das konnte nicht mehr operiert werden." Mit Bundesliga-Fußball war es vorbei, es folgte auch ein Abstiegskampf im echten Leben. "Vor einiger Zeit musste ich mich hier selbst anstellen für eine Mahlzeit", gibt er offen zu. Dann kamen die Mönche auf ihn zu mit einem Job-Angebot. "Ich sagte sofort zu." Seitdem ist der Ex-Kicker quasi Torwart. "Eine Arbeit die mir taugt", so Fürst, der nur einen Wunsch hat für die Zeit nach Corona: "Endlich wieder zur Austria ins Stadion gehen." 

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