Sein Rauswurf bei der Austria löste Fan-Proteste am Verteilerkreis aus. Jetzt hat Manfred Schmid nach nur kurzer Zeit wieder einen Trainer-Job in der Bundesliga.
Jetzt steht seine Verpflichtung durch den Wolfsberger AC fest. Damit wird das Ex-Veilchen Nachfolger für Robin Dutt. Der Deutsche wurde am Sonntag in Folge der 1:2-Niederlage gegen Hartberg entlassen, als fix war, dass die Lavanttaler die Meisterrunde zum ersten Mal seit Bestehen des aktuellen Liga-Modus verpassen werden.
Dietmar Riegler: „Ich freue mich mit Manfred Schmid einen Trainer für den WAC gewonnen zu haben, der sowohl national als auch international schon wertvolle Erfahrungen sammeln konnte. Er hat bewiesen, dass er junge Spieler entwickeln kann und daher passt er perfekt zu unserer Philosophie. Ich bin davon überzeugt, dass er die richtigen Reize setzen wird, um die Mannschaft schnellstmöglich zurück in die Erfolgsspur zu bringen.“
Manfred Schmid: „Für mich persönlich ist es eine neue spannende Herausforderung. Ich freue mich darauf wieder jeden Tag auf dem Platz zu stehen und mit den Spielern zu arbeiten. Allerdings bleibt keine Zeit für große Experimente. Das erste Ziel muss sein die Mannschaft zu stabilisieren. Mir ist bewusst, dass der Verein in einer schwierigen Situation steckt, umso wichtiger wird es sein rasch in die richtige Spur zu finden und zu liefern.“
Auf Schmid wartet keine leichte Aufgabe. Dutt hat es, das sagte er selbst in seinem letzten Interview als WAC-Trainer, nicht geschafft die schlechteste Abwehr der Liga zu stabilisieren. Vor allem offensiv verfügen die Kärntner über viel Qualität. Tai Baribo und Maurice Malone zählen als Stürmer-Gespann zum Besten, was die Liga zu bieten hat.
Dahinter wechselte Dutt sowohl im Mittelfeld als auch in der Abwehr häufig durch, schien seinen Stamm in der jungen, talentierten Truppe nicht zu finden. Das soll nun Schmid schaffen, wie er zuletzt auch die zuvor finanziell und sportlich marode Austria wieder in zumindest tabellarisch sichere Gewässer brachte.
Bei den Wiener stellte Schmid unter Beweis, dass er mit jungen Spielern arbeiten, eine löchrige Abwehr verlässlicher machen kann. Auch deshalb hatte er bei den Fans einen Stein im Brett. Schmid musste Nachfolger Michael Wimmer in der Winterpause weichen, weil es zwischen dem Trainer und dem Vorstand zu Diskrepanzen in Sachen Spielweise gekommen war. Die Austria-Bosse wünschen sich attraktiven Offensiv-Fußball, meinten, diesen eher mit Wimmer erreichen zu können.
Jetzt könnte es schon bald zum Wiedersehen auf dem Platz kommen. Der WAC spielt am Sonntag daheim gegen Lustenau, in der letzten Runde des Grunddurchgangs dann kommende Woche in Ried. Die Austria ist aktuell Fünfter, hat mit Sturm auswärts und Rivale Rapid daheim aber zwei harte Brocken vor der Brust, könnte sich schon bald mit dem WAC im Abstiegs-Play-off wiederfinden.