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Ex-Bayern-Profi in Angst, Familie mit Flieger entführt?

Ali Daei zählt zu den erfolgreichsten Torjägern der Geschichte. Jetzt bangt er um seine Familie, weil er sich kritisch über das Iran-Regime äußerte.
Sebastian Klein
27.12.2022, 08:53
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Ein ehemaliger Bayern-Star fürchtet um das Wohl seiner Frau und Tochter.

Ali Daei ist ehemaliger Fußball-Star, hinter Cristiano Ronaldo zweiterfolgreichster Torschütze auf Länderspielebene, in erster Linie aber Familienvater. Jetzt hat der 53-Jährige große Angst um seine Gattin und die gemeinsame Tochter.

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Krimi um Familie

Die beiden hätten eine gemeinsame Reise nach Dubai geplant. Ihre Maschine der iranischen Linie Muhan Air sei allerdings nach dem Abflug in der Hauptstadt Teheran vom ursprünglichen Ziel umgeleitet worden. Die Nachrichtenagentur Isna berichtet, dass die beiden stattdessen auf der iranischen Insel Kisch gelandet und zum Aussteigen aufgefordert worden seien. Isna stützt sich dabei auf Aussagen von Daei.

Der ehemalige Profi des FC Bayern gilt als regime-kritisch, steht daher im Fokus der Machthaber. Auch seiner Frau werde im Iran vorgeworfen, Proteste gegen die "islamische Revolution" zu unterstützen. Daei wird zitiert: "Ich weiß wirklich nicht, was der Grund für diese Entscheidung ist. Meine Frau und meine Tochter wollten für ein paar Tage nach Dubai reisen."

Daei betreibt ein Restaurant und ein Juweliergeschäft in Teheran. Beide wurden im Dezember von den Behörden geschlossen. In den vergangenen Monaten war sein Reisepass zudem zwischenzeitlich beschlagnahmt worden.

Proteste seit Sommer

Die regime-kritischen Proteste im Iran halten bereits seit September an. Internationale Menschenrechtsorganisationen gehen von mehr als 450 Toten aus. Tausende Menschen wurden festgenommen, darunter zuletzt auch immer mehr Prominente. Die Demonstrationen richten sich unter anderem gegen die rigorosen Bekleidungsvorschriften für Frauen. Der nach ihrer Festnahme verstorbenen Mahsa Amini war vorgeworfen worden, die Regeln für das Tragen des Kopftuchs missachtet zu haben.

Die Bewegung gegen das Regime und für die Frauenrechte erhält Unterstützung aus der ganzen Welt. Im Iran drohen Unterstützern aber harte Strafen. Es werden sogar Todesurteile verhängt.

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