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Ex-Boxer Klitschko greift auch selber zu den Waffen

Die Lage an der ukrainischen Grenze zu Russland ist weiterhin angespannt. Der ehemalige Boxer und jetzige Politiker Witali Klitschko ist besorgt. 
Heute Redaktion
09.02.2022, 12:00

Witali Klitschko hat als Boxer und Milchschnitten-Werbemann Berühmtheit erlangt, nun ist der ehemalige Sportler schon seit acht Jahren Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt Kiew. In dieser Funktion muss sich Klitschko nun der drohenden Gefahr einer russischen Invasion in seinem Heimatland stellen. 

Krieg in der Hauptstadt? "Kann sein"

Ausschließen will Klitschko derzeit nichts, wie er im Interview mit "20 Minuten" erzählt. Noch nie wären seit der Unabhängigkeit des Landes so viele russische Soldaten in der Nähe der Ukrainer stationiert gewesen. Auf die Frage, ob auch seine Stadt Kiew bei einer möglichen Invasion angegriffen werden könnte, meinte Klitschko "kann sein". 

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Aufgrund der aktuellen Rhetorik des russischen Präsidenten Vladimir Putin, die Klitschko als "unfreundlich" bezeichnet, rechnet man in der Ukraine mit dem schlimmsten Szenario – einen Krieg. Klar ist für den ehemaligen Boxer, der ausgezeichnetes Deutsch spricht, dass die Ukrainer zwar selbst niemand angreifen würde, aber sich selbstverständlich im Falle eines Angriffs wehren würden - das würde dann auch "schmerzhaft" werden, so Klitschko. 

Der Stadtchef der ukrainischen Hauptstadt meinte zudem: "Wenn du Frieden willst, musst du dich für den Krieg vorbereiten". Er und sein ebenfalls prominenter Bruder Vladimir haben bereits selbst mit dem Training an den Waffen begonnen. Denn, wenn Russland tatsächlich eine Invasion startet, ist es die Aufgabe der ehemaligen ukrainischen Soldaten ihre Heimat zu schützen. 

Ukraine will sich dem Westen zuwenden 

Dass die Ukraine wie beispielsweise die Schweiz ein neutrales Land werden soll, hält Klitschko nicht für den richtigen Weg. Er strebt eine Mitgliedschaft in der Europäischen Union und auch der NATO an. Beide Pläne sind für Russland ein rotes Tuch, so fordert Putin gemeinsam mit Chinas Präsident Xi Jinpingein Ende der Osterweiterungen des Militärbündnisses. 

Klitschko hilft in der derzeitig angespannten Situation auch seine Vergangenheit als Profisportler. Durch seine Prominenz ist es dem Ex-Boxer möglich leichter mit Verbündeten in Kontakt zu treten. Der diplomatische Weg sei ohnehin das aller wichtigste Mittel, um einen Krieg doch noch abwenden zu können. 

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