In der Doku-Serie "Destins brise – L´Equpe Enquete" der französischen Sportzeitung "L´Equipe" berichtete Dembele von Medikamenten, die der Stürmer bei den Breisgauern einnehmen musste.
"Ich hatte eine kleine Dose mit meiner Nummer drauf, der Nummer 11. Ich hatte ungefähr zehn Pillen, die ich nach dem Training nehmen sollte", schilderte Dembele. "Da waren Pillen dabei, die riesig waren, die sind einem im Hals stecken geblieben. Ich weiß nicht, wofür die waren", so der Malier weiter.
Allerdings hatte der Stürmer die Tabletten schlucken müssen. "Wenn man sie nicht genommen hat, hat man eine Geldstrafe bekommen", behauptete der 35-Jährige weiter.
Ähnliche Praktiken hatte Dembele bereits bei vorangegangenen Stationen in Europa erlebt. Der Stürmer spielte bei Lokomotive Plovdiv und Levski Sofia. "Nach Europa-League-Spielen habe ich Infusionen bekommen", erzählte Dembele. Er wisse allerdings nicht, welche Wirkungsstoffe darin enthalten waren.
Im Gegensatz dazu kann er eines mit Bestimmtheit sagen: "Als ich in Deutschland unterschrieben habe, hatte ich Dinge in meinem Körper, die in Deutschland nicht erlaubt sind. Als ich in Deutschland angekommen bin, war ich gedopt. Ich hatte Hormone in meinem Körper", erzählte Dembele.
Diese Erfahrungen hätten jedenfalls Dembeles Bild vom Fußball auf den Kopf gestellt. "So ist die Realität. Die Leute sehen nur den Fußball im Fernsehen, aber wenn man Karriere gemacht hat, das Geschäft kennt, dann ist es ein schwieriges Umfeld", meinte der 35-Jährige. Bereits 2017 beendete der siebenmalige malische Teamspieler schließlich seine Karriere.