Österreich

Ex-Chefin wirft Kindergarten Fördergeldmissbrauch vor

Heute Redaktion
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Eine ehemalige Chefin eines Kindergartens der "Multika"-Gruppe erhebt gegenüber dem "ORF" schwere Vorwürfe an ihrem Ex-Arbeitgeber. Sie kann sich nicht vorstellen, dass die Fördergelder der Stadt Wien dort landen, wo sie sollen. Sollte die Frau Recht haben, wäre das der nächste Kindergarten-Skandal nach der "Alt Wien"-Affäre und dem "Protz-Kindergarten".

Eine ehemalige Chefin eines Kindergartens der "Multika"-Gruppe erhebt gegenüber dem "ORF" schwere Vorwürfe an ihrem Ex-Arbeitgeber. Sie kann sich nicht vorstellen, dass die Fördergelder der Stadt Wien dort landen, wo sie sollen. Sollte die Frau Recht haben, wäre das der nächste Kindergarten-Skandal nach der . 

Die ehemalige Kindergartenleiterin beschreibt, dass "immer mal wieder" der Gerichtsvollzieher vor der Tür des Betreuungsstätten gestanden habe. Deshalb könne sie sich nicht vorstellen, dass die Fördergelder der Stadt Wien ordnungsgemäß eingesetzt werden. Sie ging mit ihren Vorwürfen zu "Wien heute". Die Chefs der "Multika"-Gruppe, zu der sieben Standorte gehören, dementiert die Vorwürfe.

Stadt Wien zahlt 1,3 Millionen jährlich 

Das Magistrat bestätigte, dass es eine Überprüfung gäbe. Allerdings nicht wegen der Vorwürfe der Ex-Kindergartenleiterin, sondern weil sich auch Eltern beschwert hätten. 1,3 Millionen Euro zahlt die Stadt an die "Multika"-Kindergärten. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, müsste das Geld zurückgezahlt werden. 

Überstunden nicht ausbezahlt? Arbeiterkammer soll bereits geklagt haben

Auch die Arbeiterkammer Wien soll sich laut "Wien heute" mit dem Kindergartenbetreiber schon herumschlagen. Für 21 Mitarbeiter sei Klage eingereicht worden. Es soll um Überstunden gehen, die nicht ausbezahlt wurden. Und das im großen Rahmen. Von bis zu 10.000 Euro pro Mitarbeiter ist die Rede. Auch das dementiert die Geschäftsleitung der Kindergärten. 

"Multika" betreibt sieben Kindergärten und betreut insgesamt 242 Kinder mit unterschiedlichem kulturellen Background. 2013 meldete die Firma schon einmal Insolvenz an. Es ging um 700.000 Euro. Seit 2016 ist Sanierung jedoch abgeschlossen.