Formel 1

Ex-F1-Rennleiter klagt: "Meistgehasste Mensch der Welt"

Der WM-Krimi der Formel 1 und die Entscheidungen von Rennleiter Michael Masi sorgten für Aufregung. Der Australier erhielt Todesdrohungen.
Sebastian Klein
01.08.2022, 07:03
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Der ehemalige Formel-1-Rennleiter Michael Masi hat nach dem umstrittenen Saisonfinal 2021 laut eigenen Aussagen Morddrohungen gegen ihn und seine Familie erhalten. "Es gab einige dunkle Tage", sagte der Australier Masi "News Corp" am Sonntag: "Ich fühlte mich, als wäre ich der am meisten gehasste Mann der Welt. Ich habe Morddrohungen bekommen. Die Leute sagten, sie sind hinter mir und meiner Familie her."

Vor allem in den sozialen Medien wurde Masi zeitweise mit negativen Nachrichten und Anfeindungen überhäuft. "Sie waren schockierend", sagte er: "Rassistisch, beleidigend, abscheulich, sie haben mich auf jede erdenkliche Weise beschimpft."

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Masi war am 12. Dezember 2021 schwer in die Kritik geraten. Beim entscheidenden Rennen um den Titel hatte er mit seinen Entscheidungen das finale Überholmanöver von Max Verstappen im Red Bull gegen Lewis Hamilton im Mercedes erst ermöglicht. Kurz vor dem Restart hat Masi entschieden, dass Verstappen die überrundeten Fahrer zwischen ihm und dem führenden Lewis Hamilton doch noch überholen darf. So konnte der Niederländer mit frischeren Reifen Hamilton auf der letzten Runde noch überholen und sich so seinen ersten Weltmeistertitel sichern.

Als Renndirektor abgesetzt und Wegzug nach Australien

Später waren in dem Zusammenhang Aufnahmen des Funkverkehrs zwischen Masi und dem Kommandostand von Red Bull aufgetaucht, in dem vom Rennstall das unmittelbar danach praktizierte Szenario beschrieben wurde. Besonders Mercedes hatte sich über die Entscheidungen laut beklagt, da Hamilton so im Final den WM-Titel an Verstappen verlor.

Im Februar war Masi bereits vom Motorsport-Weltverband Fia in seinem Amt abgesetzt worden. Damals hieß es noch, dass ihm ein neuer Fia-Posten angeboten werde. Allerdings haben sich beide Seiten mittlerweile getrennt. Masi entschied sich dazu, zurück in seine australische Heimat zu ziehen, "um näher bei seiner Familie zu sein und sich neuen Herausforderungen zu stellen", wie er selbst sagte.

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