Was zunächst wie ein weiterer tödlicher Unfall auf der S37 aussieht, entpuppt sich wenig später als das dramatische Ende einer Gewalttat in Kärnten. Ein Mann stirbt nach einem Frontalzusammenstoß mit einem Lkw – kurz darauf wird bekannt, dass er zuvor in Friesach zwei Menschen attackiert haben soll. Darüber berichtet die "Kleine Zeitung".
Dienstagfrüh gegen 2.30 Uhr war der Mann mit seinem Auto auf der Klagenfurter Schnellstraße (S37) in Richtung Klagenfurt unterwegs. Auf Höhe Zollfeld geriet er auf die Gegenfahrbahn und prallte frontal gegen einen entgegenkommenden Lkw. Der Pkw-Lenker starb noch an der Unfallstelle. Der Lkw-Fahrer wurde durch den Zusammenstoß ebenfalls in Gefahr gebracht. In diesem Abschnitt der S37 gibt es keine Mittelleitschiene.
Erst danach wird klar, dass es sich nicht um einen gewöhnlichen Verkehrsunfall handelt.
Wenig zuvor war bei der Polizei ein Notruf eingegangen. Eine Person aus Friesach meldete den Verdacht, dass im Haus ihrer Nachbarin jemand geschlagen werde, zudem seien Schreie zu hören. Als die Einsatzkräfte eintrafen, fanden sie eine schwer verletzte Frau und einen bereits toten Mann vor. Die Frau wurde ins Klinikum Klagenfurt gebracht, wo sie notoperiert wird. Sie schwebt in Lebensgefahr.
Nach bisherigen Ermittlungen handelt es sich bei dem Frontalcrash ums Leben gekommenen Autofahrer um den ehemaligen Lebensgefährten der verletzten Frau. Der tote Mann war ihr neuer Lebensgefährte.
Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass der Mann hinter der Gewalttat in Friesach steckt und anschließend mit seinem Auto auf der S37 verunglückte.