Wetter

Ex-Hurrikan trifft Europa – und bringt Spätsommer mit

Am Wochenbeginn wird es in Österreich noch einmal spätsommerlich warm. Aber schon danach trifft uns die herbstliche Abkühlung mit voller Wucht.
Michael Rauhofer-Redl
11.09.2022, 12:48
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Im Vorfeld des ehemaligen Hurrikans Danielle gelangen in der neuen Woche vorübergehend wieder warme Luftmassen subtropischen Ursprungs in den Alpenraum. Nach Angaben der Experten der Österreichischen Unwetterzentrale  erreichen die Temperaturen im Westen und im Südosten zur Wochenmitte nochmals bis zu 29 Grad, im Vorfeld einer Kaltfront sind dann allerdings teils kräftige Gewitter und eine spürbare Abkühlung in Sicht.

Bis zu 29 Grad möglich

Zu Wochenbeginn sorgt ein Hoch namens Ronald für eine Wetterbesserung in Österreich. Über dem Ostatlantik zieht dagegen der ehemalige Hurrikan Danielle auf, der sich mittlerweile stark abgeschwächt hat und als gewöhnliches Tiefdruckgebiet auf die Iberische Halbinsel trifft. "Im Vorfeld des ehemaligen Hurrikans gelangen zur Wochenmitte warme Luftmassen subtropischen Ursprungs in den Alpenraum und die Temperaturen steigen an", prognostiziert Manfred Spatzierer, Chefmeteorologe der österreichischen Unwetterzentrale.

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"Das spätsommerliche Wetter währt allerdings nur kurz, denn bereits am Donnerstag zieht die Kaltfront eines umfangreichen Skandinavientiefs auf", so der Experte. Zum Wochenende hin kündigt sich dann eine Nordlage und eine nachhaltige Abkühlung an.

Am Montag dominiert von Vorarlberg bis Kärnten der Sonnenschein und auch im Donauraum kommt im Tagesverlauf häufig die Sonne zum Vorschein. Nur im östlichen Bergland stauen sich noch einige Wolken, bis auf vereinzelte Schauer bleibt es aber auch hier trocken. Die Temperaturen erreichen 19 bis 25 Grad mit den höchsten Werten im Tiroler Oberland und in Oberkärnten.

Auch der Dienstag verläuft überwiegend sonnig, im Tagesverlauf ziehen an der Alpennordseite allerdings ausgedehnte Schleierwolken durch. Die Temperaturen steigen deutlich an und erreichen 23 bis 29 Grad mit den höchsten Werten in Vorarlberg und im Tiroler Oberland.

Am Mittwoch ziehen von Oberösterreich bis ins Nordburgenland viele Wolken durch und bereits am Vormittag fällt stellenweise etwas Regen. Tagsüber kommt zeitweise die Sonne zum Vorschein, im Laufe des Nachmittags und Abends ziehen an der Alpennordseite aber teils kräftige Schauer und Gewitter durch, dabei besteht örtlich die Gefahr von schweren Sturmböen. Von Unterkärnten bis ins Südburgenland verläuft der Tag dagegen trocken und überwiegend sonnig. Die Höchstwerte liegen mit 23 bis 29 Grad deutlich über dem jahreszeitlichen Mittel, im äußersten Südosten ist vereinzelt sogar die 30-Grad-Marke nochmals in Reichweite.

"Kräftige Gewitter" in zweiter Wochenhälfte

Der Donnerstag gestaltet sich allgemein unbeständig. Die Sonne kommt nur noch zwischendurch zum Vorschein und bereits am Vormittag gehen örtlich Regenschauer nieder. Im Tagesverlauf ziehen dann vor allem im Südosten und im Norden neuerlich kräftige Gewitter durch, örtlich kündigt sich nochmals Unwettergefahr an. Die Höchstwerte liegen von Nordwest nach Südost zwischen 20 und 27 Grad.

Der Freitag verläuft bewölkt und vor allem im Süden und in den Alpen häufig nass. Die Temperaturen kommen selbst im Flachland kaum noch über die 20-Grad-Marke hinaus. Das kommende Wochenende macht dann vor allem an der Alpennordseite schon einen spätherbstlichen Eindruck: Mit einer nördlichen Strömung gelangen Luftmassen arktischen Ursprungs ins Land und die Schneefallgrenze sinkt in den Nordalpen zumindest vorübergehend gegen 1.200 Meter ab.