Der Ex-Partner ÖVP hatte den früheren SPÖ-Chef in den Ausschuss geladen. Mit diesem kam es bei der Befragung zu Scharmützeln – obwohl sich Nationalratspräsident Sobotka als Vorsitzender vertreten ließ.
Kern über:
Im Frühjahr 2018 sei er informiert worden, dass M. Material gegen Strache habe, angeblich eine "politische Bombe". Ex-SPÖ-Parteimanager Drozda habe M. dann getroffen – "eine reichlich dubiose, schmierige Angelegenheit". Zum Material habe man nur "Informationsschnipsel" gehabt, daher M.s Angebot abgelehnt.
Die SPÖ habe M. für einen "Wichtigtuer" gehalten, nicht gewusst, dass es um das "Ibiza"-Video ging. Mit dem heutigen Wissen hätte man wohl anders gehandelt.
"Wirres Zeug" und "absoluter Mist", so Kern. Zur Aussage, er sei bei einer "Loge", sagte er: "Ich bin Mitglied bei einem Fußballverein und den Naturfreunden."
Kern warf ÖVP-Mandatar Stocker ein "Ablenken auf Nebenschauplätze zur allergrößten Zufriedenheit des Parteivorsitzenden" (Kurz, Anmerkung) vor. "Wenn Sie der SPÖ etwas in die Schuhe schieben wollen, sind Sie auf dem Holzweg."
Geschreddert habe man in seiner Kanzlerschaft nur nach Vorschrift und unter Aufsicht von Beamten. "Wir haben uns immer korrekt verhalten."
Das Straflandesgericht Wien hat übrigens am Donnerstag über Julian H. die U-Haft verhängt.