Ex-Kicker verdient als Straßenfeger jetzt 1100 Euro

Pannewitz klatscht mit den Fans von Carl Zeiss Jena ab (2018).
Pannewitz klatscht mit den Fans von Carl Zeiss Jena ab (2018).imago images
Kevin Pannewitz hat einen ungewöhnlichen Karriereweg eingeschlagen. Der ehemalige Fußball-Profi schildert sein neues Leben als Straßenfeger.

Mit 29 Jahren hätte Kevin Pannewitz eigentlich in der Blüte seiner Kicker-Karriere sein, im europäischen Fußball um Titeln kämpfen sollen. Viele hatten dem Deutschen eine große Laufbahn bescheinigt. Sein Leben sieht nun gänzlich anders aus, als es Fans und Experten – wohl auch er selbst – noch vor zehn Jahren vorhergesagt hatten.

Pannewitz ist Straßenfeger bei der Berliner Stadtreinigung. Auf Instagram öffnet er sich seinen Fans, nennt Details: "Ich verdiene 1100 und Zerquetschte netto, ich habe 1200 Stunden im Jahr, die ich arbeiten muss. Wenn ich gut bin, kann ich übernommen werden. Wenn ich scheiße bin, dann nicht."

Warum er die Fußballschuhe gegen die Reinigungs-Kluft getauscht hat? Er war für das Leben eines Profi-Fußballers nicht geschaffen. 2012 hätte er aus der 2. Liga (Hansa Rostock) den Sprung zum VfL Wolfsburg schaffen sollen – der große Durchbruch. Daraus wurde nichts. Bei den "Wölfen" war damals ausgerechnet Felix Magath am Ruder. Der Meistertrainer Wolfsburgs trägt den Beinamen "Quälix" nicht umsonst. Er ist berühmt berüchtigt für seine harten Trainingseinheiten und -methoden. Stichwort: Medizinbälle.

Pannewitz in seiner orangen Arbeitskleidung.
Pannewitz in seiner orangen Arbeitskleidung.Instagram

Pannewitz hatte Talent, aber Probleme, sein Gewicht zu halten und fiel mit Disziplinlosigkeiten auf. So verlief seine Profi-Karriere 2018 bei Carl Zeiss Jena schließlich im Sand.

Vielen ist er dafür inzwischen durch seinen Auftritt bei der Reality-Show "Kampf der Realitystars" bekannt. 2020 trat er bei der RTL-Sendung nicht nur an, sondern gewann sie sogar und streifte damit ein Preisgeld von 50.000 Euro ein. 

Abseits der Kamera führt er aber inzwischen ein bescheidenes Leben, ganz ohne Glamour. Auf Instagram beschreibt er seinen neuen Alltag: "Ich stehe jeden Tag um vier Uhr auf, von Montag bis Freitag erst mal. Das ist es erst mal. Viele fragen, was ich mache, was ich tue."

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