Ex-Labor-Affen: Kampf zurück ins Leben

Jahrelang wurden sie als Versuchskaninchen für die Aids-Forschung missbraucht, ihren Lebensabend dürfen 34 Labor-Schimpansen jetzt in Frieden verbringen.
Jahrelang wurden sie als Versuchskaninchen für die Aids-Forschung missbraucht, kannten weder Sonnenlicht noch grünes Gras oder Schnee, fristeten ihr Dasein in Mini-Käfigen, jetzt dürfen die 34 Schimpansen im Affen-Refugium Gänserndorf endlich schmerzfrei leben.

Der Pharma-Riese „Baxter" kaufte jene Firma auf, der sie ihr trauriges Schicksal zu verdanken hatten, machte so Schluss mit den vorangegangenen Tierversuchen in Orth an der Donau und ließ ihnen ein großzügiges Gehege im Safaripark in Gänserndorf bauen.

Afferl als Konkursmasse

Der herbe Rückschlag kam kurz darauf: Weil das Ausflugsziel nur zwei Jahre später bankrott ging, wurden die Tiere wieder zur Ware – nämlich zur lebenden Konkursmasse.

CommentCreated with Sketch.0 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Auf Bemühen der Republik wurde das Projekt aber weitergeführt, vor zehn Jahren übernahm schließlich Gut Aiderbichl die Betreuung von Fifi, Bonnie, Martha & Co.

In Klein-Gruppen leben die traumatisierten Schimpansen nun zusammen, lernen jeden Tag aufs Neue, welche Herausforderungen soziale Kontakte unter Artgenossen mit sich bringen können.

Auch wenn sich Affen und Pfleger über die Jahre ins Herz geschlossen haben: Direkten Kontakt mit Menschen gibt es keinen, einzig Aiderbichl-Tierpaten dürfen sie ein Mal pro Woche durch die Scheibe sehen.

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