Zu Wochenbeginn verließ der Schweizer die "Veilchen" in Richtung Berlin, die Hertha zog die fest verankerte Ausstiegsklausel des Torjägers in der Höhe von 500.000 Euro. Der Abgang des 29-Jährigen hat bei den "Veilchen" jedenfalls eine Lücke hinterlassen, wie auch beim 2:1-Erfolg gegen den bosnischen Vizemeister Borac Banja Luka deutlich wurde.
Deshalb läuft die Suche nach einem durchschlagskräftigen Angreifer. Zunächst galt der Norweger Ole Saeter von Rosenborg Trondheim als Top-Kandidat. Nun soll aber ein österreichischer Legionär in den Fokus gerückt sein: Alexander Schmidt.
Der 25-jährige Torjäger steht aktuell beim portugiesischen Klub Vizela unter Vertrag, soll dort aber nicht mehr glücklich sein. Das brachte nun die "Veilchen" auf den Plan, die Austria soll Interesse an einer Verpflichtung des 1,93 Meter großen Stürmers haben. Allerdings gibt es Konkurrenz aus der Bundesliga. Denn auch Altach und dem Absteiger Ried wird Interesse an Schmidt nachgesagt.
Der Angreifer, eigentlich in Wien geboren, wagte früh den Sprung in die Salzburger Akademie, kam aber über Einsätze bei Liefering nicht hinaus, wechselte 2020 nach einer Leihe zu Wolfsberg schließlich zum LASK, wurde postwendend an St. Pölten abgegeben. Insgesamt bestritt Schmidt 69 Bundesliga-Spiele, erzielte dabei 15 Tore. 2022 folgte der Abgang nach Portugal, wo Schmidt in zehn Ligaspielen ohne Treffer blieb. Nun wolle der Stürmer trotz eines bis 2024 laufenden Vertrags Vizela wieder verlassen.
Schmidt passt jedenfalls ideal ins Austria-Anforderungsprofil, ist mit 1,93 Metern nur einen Zentimeter kleiner als Tabakovic. Austria-Sportvorstand Jürgen Werner kennt Schmidt aus gemeinsamen Zeiten beim LASK. Darüber hinaus steht Schmidt bei der Agentur "ROOF" unter Vertrag, die Teil der Austria-Investorengruppe rund um Werner ist.