Der Fall der ermordeten Influencerin Sara Gilson nimmt eine überraschende rechtliche Wendung. Die 43-Jährige wurde am 23. Juli gemeinsam mit ihrem Ex-Verlobten Jeremiah Duffey leblos in ihrem Haus in Collinsville, Oklahoma, aufgefunden. Die Polizei geht von einem Mord-Suizid aus.
Da Gilson kein Testament hinterlassen hat, greift im US-Bundesstaat Oklahoma die gesetzliche Erbfolge. Diese Regelung könnte theoretisch die Angehörigen des Täters begünstigen, also die Familie ihres Mannes, der kurz nach der Tat Suizid beging.
Um dieses Szenario abzuwenden, beantragte ihr Ex-Mann Lyle Landers jetzt gerichtlich die Nachlassverwaltung, schreibt "Us Weekly". Der 46-Jährige will das Vermögen vollumfänglich für die gemeinsamen minderjährigen Kinder sichern.
Die rechtliche Argumentation des Vaters stützt sich direkt auf die Umstände der Gewalttat. Lyle beruft sich darauf, dass der Täter durch den Mord an seiner Ex-Frau vom Erbe ausgeschlossen werden müsse.
Bereits einen Monat vor ihrem Tod hatte Sara Gilson einen Schutzantrag gegen ihren Ex-Verlobten gestellt und das nicht zum ersten Mal. Es war insgesamt der dritte derartige Antrag der Influencerin. Am 10. Juni trat ein Notschutzantrag in Kraft, der bis zum 24. August gelten sollte.
In dem Antrag gab sie an, dass Jeremiah eine Schusswaffe bei sich trug und flüchtig war. Die Polizei fahndete zu diesem Zeitpunkt bereits nach ihm. Das Gericht muss nun klären, wie der Nachlass der verstorbenen Influencerin rechtlich gehandhabt wird.