Er war einer der Größten des Motorradsports. 2012 erklärte der Australier Casey Stoner überraschend seinen Rücktritt aus der MotoGP.
Der Weltmeister von 2007 und 2011 deckt nun in einem aufsehenerregenden Interview die Hintergründe seines Schrittes auf. Warum sich der heute 36-Jährige in jungen Jahren zurückzog? "Ich hatte Angstzustände."
Wie schlimm es um ihn stand, schildert er im Podcast "Gypsy Tales". Seine schockierende Enthüllung: "Je besser ein Rennwochenende lief und je schneller ich fuhr, desto mehr wollte ich sterben. Ich lag mit einem Knoten im Magen zusammengerollt auf dem Boden meines Wohnmobils. Ich fühlte mich krank wie ein Hund."
Erst heute kann er das damals Erlebte einordnen: "Ich habe diese Diagnose auch erst kürzlich erhalten. Es wäre einfacher für mich gewesen, hätte ich davon schon während der Karriere gewusst. Mir war damals nicht klar, dass die Angst ein Faktor war. Ich dachte, es sei einfach Stress."
Stoner blickt zurück: "Wenn die Angst kommt, steckt sie zwischen den Schulterblättern fest. Ich hatte stets große Befürchtungen. Ich spürte den Druck von 70 Personen in meinem Team. Gerade wenn du der Nummer-1-Fahrer bist, erwarten alle jeden Sonntag den Sieg. Das hat mich sehr mitgenommen."