Ex-Opernball-Chefin teilt im "Zettel-Streit" aus

Früher war sie für die Ausrichtung des Opernballs verantwortlich. Mittlerweile sitzt Maria Großbauer für die ÖVP im Nationalrat.
Früher war sie für die Ausrichtung des Opernballs verantwortlich. Mittlerweile sitzt Maria Großbauer für die ÖVP im Nationalrat.ALEX HALADA / picturedesk.com
Mit Unverständnis reagiert die frühere Opernballchefin Maria Großbauer (jetzt ÖVP) auf die Kritik einiger Kulturbetrieb zu aktuellen Corona-Plänen. 

Hintergrund des "Zettel-Streits". Im Zuge des angekündigten Freitestens soll es der Bevölkerung auch im Jänner auch möglich sein, trotz Lockdowns kulturelle Betriebe und Einrichtungen besuchen zu können. Als Voraussetzung dafür müssten die Betriebe aber neben der Eintrittskarte auch ein negatives Corona-Testergebnis kontrollieren, das nicht älter als 48 Stunden sein darf. Zuletzt begegneten einige Betriebe diesem Vorschlag mit Skepsis und Ablehnung. 

Für die einstige Opernballchefin und nunmehrige ÖVP-Abgeordnete und Kultursprecherin Maria Großbauer ist dieser Zugang völlig unverständlich. Denn das Modell des Freitestens ermögliche, den Kulturbetrieb in Österreich "endlich wieder" aufzunehmen. "Umso weniger kann ich die Kritik einzelner Kulturschaffenden nachvollziehen, die es ablehnen, neben der Eintrittskarte noch einen zweiten Zettel zu kontrollieren, nämlich das bis zu 48 Stunden alte Corona-Testergebnis. Ich empfinde es als äußerst schade, dass sich ausgerechnet manche Vertreter der Kunst- und Kulturbranche derart destruktiv verhalten und offenbar nicht bereit sind, einen Beitrag zu einem funktionierenden Kulturbetrieb zu leisten", so die Abgeordnete. 

"Künstler verdienen Problemlöser statt Quertreiber"

Sowohl die Kunstschaffenden als auch das Publikum würden sich "Ermöglicher und Problemlöser anstatt Quertreiber" verdienen, so Großbauer. Krisenzeiten verlangen Zusammenhalt, um zu praktikablen Lösungen zu kommen, betont Großbauer: "Alle, denen der Kunst- und Kulturbetrieb in unserem Land ein Anliegen ist, sind gefordert, in Krisenzeiten zusammenzuhalten, um trotz des Coronavirus zu gewährleisten, dass Künstlerinnen und Künstler wieder vor Publikum auftreten können."

Der Großteil der in Österreich tätigen Kulturschaffenden sei froh darüber, dass die Bundesregierung "eine gute Lösung für die Zeit bis zur Rückkehr zur Normalität präsentiert hat". Den destruktiven Stimmen, "die die notwendigen Maßnahmen bereits im Vorhinein schlechtreden, sei ans Herz gelegt, einmal gründlich darüber nachzudenken, was andere Berufsgruppen, wie die Angestellten im Gesundheitsbereich, gerade durchmachen", wagt Großbauer einen Blick über den Tellerrand. 

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