Ex-ORF-Chefin kassiert 1,3 Mio. Euro Steuergeld

Monika Lindner löst ihr Stronach-Ticket ins Parlament und lässt damit die Wogen hochgehen. Insgesamt kassiert sie an Pensionszahlungen plus Politiker-Gehalt in fünf Jahren bis zu 1,3 Million Euro.


So etwas hat die Republik noch nicht erlebt! Entgegen ihrer Ankündigung auf das Mandat zu verzichten will Ex-ORF-Generaldirektorin Lindner (69) als "wilde Abgeordnete" ins Parlament einziehen. Kandidiert hatte sie ja für das Team Stronach (TS), nur Tage nach Bekanntgabe verließ sie das TS, führte keinen Wahlkampf.

. Geldgier als Motiv? Lindner bezieht mehr als 10.000 Euro ORF-Pension (ca. 3.200 Euro ASVG und ca. 6.800 Euro Zusatzpension). Kürzlich fragte sie im ORF nach, ob ihre ension durch ein Mandat sinken würde. Antwort: "Nein." Heißt: Zusätzlich zur 10.000-Euro-ORF-Pension will sie das Abgeordneten-Salär von 8.307 Euro kassieren.

1,3 Millionen in fünf Jahren

Brisant: "Heute"-Recherchen ergaben, dass Lindners Einkommen nicht mit 13.291 Euro gedeckelt sein müssen. Laut Bezügegesetz sind nämlich "freiwillige Beitragsleistungen" nicht zu berücksichtigen. Und ihre Zusatzpension (6.800 Euro) dürfte eine ebensolche sein. Lindner kommt demnach auf 18.307 Euro, vierzehn Mal im Jahr. In der Legislaturperiode (fünf Jahre) wird sie bis zu 1,3 Mio. Euro kassieren.

Pikant: "Heute" fand heraus, dass Lindner nach wie vor bei der ORF-Tochter ORS (Sendetechnik) tätig. Bis 2017 sitzt sie für den 40-%-Eigentümer Raiffeisen im Aufsichtsrat. Unklar ist, ob das mit dem Polit-Job vereinbar ist.
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