Ex-ÖVP-Politiker bekam Fußfessel

Der ehemalige oberösterreichische ÖVP-Landtagsabgeordnete Otto Gumpinger trägt seit 14. Mai eine Fußfessel. Gumpinger war vergangenen November wegen Schlepperei und Veruntreuung zu 16 Monaten Haft verurteilt worden.


Das berichtete die "Kronen Zeitung" am Samstag unter Berufung auf den Leiter der Justizanstalt Linz, Josef Pühringer. Gumpinger sei Ersttäter, könne eine fixe Arbeit nachweisen und sei kranken- sowie sozialversichert, erklärte Pühringer.

Daher könne er die restliche Freiheitsstrafe in Form eines elektrisch überwachten Hausarrests verbüßen. Der Ex-Politiker darf sich nur zwischen zu Hause und dem Arbeitsplatz bewegen. Wie lange die Haftstrafe tatsächlich dauern wird, ist Sache des Vollzugsgerichts.

Rechtswidrige Einreise von Moldawiern

Gumpinger hat als Obmann von "Eine Welt - Oberösterreichische Landlerhilfe" 27 Moldawiern rechtswidrig zur Einreise in den Schengenraum verholfen und pro Geschlepptem 450 Euro kassiert. Außerdem sah es das Gericht als erwiesen an, dass er nach einem Verfahren beim Verwaltungsgerichtshof, bei dem 22 Personen einen Kostenersatz von insgesamt knapp 25.000 Euro zugesprochen bekamen, 17.480 Euro veruntreut hat.

Gumpinger, der die Vorwürfe stets bestritt, legte nach der Anklageerhebung 2007 sein Landtagsmandat zurück.
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