Formel 1

Ex-Pilot über Red-Bull-Boss: "Er ist noch immer sauer"

Jetzt bricht er sein Schweigen. Juan Pablo Montoya ist einst unter Red-Bull-Sportboss Helmut Marko gefahren. Es gab Vorwürfe des Grazers. 
Heute Redaktion
13.02.2023, 10:08
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

2001 schaffte der Kolumbianer den Sprung in die Formel 1, fuhr sechs Saisonen lang in der Motorsport-"Königsklasse" und konnte sieben Rennsiege einfahren. Auch wenn der heute 47-Jährige für Williams und McLaren fuhr, hatte Montoya im Rahmen seiner Nachwuchs-Laufbahn Berührungspunkte mit dem jetzigen Red-Bull-Sportboss. 

Montoya fuhr 1997 in der Formel 3000, beim Rennstall RSM-Marko, dem der gebürtige Grazer als Teamchef vorstand. Marko soll überzeugt sein, dass Montoya im Rennen von Mugello absichtlich seine Titelchance aus der Hand gab, hinter dem späteren Titelträger Ricardo Zonta auf Super Nova herfuhr, weil er im kommenden Jahr zu dem Rennstall wechseln wollte. Montoya hätte damals gewinnen müssen, wurde aber nur Dritter. 

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

"Er war sauer, ist es heute noch"

"Er war sauer und ist es heute noch, weil er denkt, ich hätte die Meisterschaft in Mugello absichtlich aufgegeben", sagte Montoya nun gegenüber dem "Motorsport Network". "Das habe ich aber nicht. Es war so, dass der höchste Gang fehlerhaft war. Jedes Mal, wenn ich hochschaltete, blieb das Auto stecken, weil der Gang zu lang war. Und noch heute glaubt er, dass ich die Meisterschaft aufgegeben habe, weil ich zu Super Nova wollte. Die Super-Nova-Sache kam erst später heraus", erzählte der Kolumbianer weiter. 

Marko meinte einst gegenüber "Motorsport-Total.com": "Er ist die ganze Renndistanz hinter Zonta hergefahren, ohne einen Überholversuch. Ich habe nur ein einziges Rennen von Montoya erlebt, in dem er so agiert hat. Sonst hat er versucht, aus den unmöglichsten Situationen zu überholen. Das nächste Rennen haben wir erst wieder gewonnen, als die Meisterschaft entschieden war." 

Montoya erklärte nun, dass er später von Frank Williams angesprochen wurde, Formel-1-Testfahrten absolvieren konnte und schließlich so den Weg zu Super Nova fand. "Es war verrückt, denn die meisten Teams wollen dich gut behandeln und verwöhnen. Aber Helmut ist der Meinung, wenn man etwas will, muss man dafür kämpfen", erinnerte sich der Kolumbianer nun, schloss aber mit versöhnlichen Worten: "Man sagt, er ist netter geworden." 

Mehr zum Thema