Ex-Politiker vergewaltigte und besaß Kinderpornos

Der ehemalige bayrische SPD-Landtagsabgeordnete Linus Förster legte vor Gericht ein umfassendes Geständnis ab. Er hatte zwei Frauen vergewaltigt und hortete Kinderpornos.

Linus Förster war im Dezember vergangenen Jahres wegen Verdachts auf Vergewaltigung und Besitz von Kinderpornos verhaftet worden. Beim Prozess am Montag ließ er über seinen Verteidiger erklären, die von der Staatsanwaltschaft erhobenen Vorwürfe träfen "im Wesentlichen" zu.

Demnach verging sich der 52-Jährige an zwei durch Schlaftabletten und Alkohol wehrlos gemachten Frauen, machte mehrfach heimlich Filmaufnahmen beim Sex und besaß zahlreiche kinderpornografische Fotos und Videos.

Wie der Vorsitzende Richter verlas, gab es im Vorfeld des Verfahrens Vorgespräche zwischen Staatsanwaltschaft und Verteidigung über eine Strafe von höchstens vier Jahren Haft im Gegenzug für ein umfassendes Geständnis. Im Fall eines Täter-Opfer-Ausgleichs könnte die Strafe auch weniger als vier Jahre Haft betragen.

Zahlte an seine Opfer

Nach Angaben des Verteidigers schloss Förster mit vier von fünf vergewaltigten Frauen vor Prozessbeginn einen Täter-Opfer-Ausgleich. Dabei zahlte er 20.000 Euro an eine ehemalige Lebensgefährtin, an der er sich zweimal vergangen hatte, als sie wehrlos war.

Auch an drei weitere Frauen zahlte Förster Geld. Ein fünftes Opfer habe auf das Angebot eines Täter-Opfer-Ausgleichs nicht reagiert.

(red)

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