Was für ein bitteres England-Debüt für Marco Rose: Der frühere Salzburg-Trainer führte Bournemouth am ersten Premier-League-Spieltag bei Manchester City lange auf die Siegerstraße. Bis zur 84. Minute lag der Außenseiter in Führung – am Ende jubelte aber doch der Favorit.
Unter Neo-Trainer Enzo Maresca erwischte City einen schwachen Start. Marcus Tavernier schockte die Gastgeber bereits in der 28. Minute und brachte Bournemouth mit 1:0 in Führung.
Nach dem Seitenwechsel erhöhte City zwar den Druck, fand gegen Roses Mannschaft aber lange keine Antwort. Bournemouth verteidigte die knappe Führung und durfte immer mehr vom perfekten Saisonstart träumen.
Dann kam die 85. Minute. Rayan Cherki brachte einen Eckball in den Strafraum, Marc Guehi war zur Stelle und erzielte den späten Ausgleich. Doch damit nicht genug. City wollte plötzlich alle drei Punkte – und bekam sie tatsächlich noch. In der zweiten Minute der Nachspielzeit schlug Josko Gvardiol zu und stellte auf 2:1.
Innerhalb von nur sieben Minuten wurde aus Roses Traum-Debüt damit eine bittere Niederlage. Der Ex-Salzburg-Coach musste bei seinem ersten Premier-League-Auftritt mit Bournemouth spät den sicher geglaubten Punkt aus der Hand geben.
Einen deutlich entspannteren Auftakt erlebte Brighton & Hove Albion. Die "Seagulls" fegten Aston Villa mit 4:0 vom Platz und entschieden die Partie praktisch schon vor der Pause.
Ein Eigentor von Victor Lindelöf brachte Brighton in der achten Minute auf Kurs. Maxim De Cuyper erhöhte zehn Minuten später, ehe Jack Hinshelwood mit einem Doppelpack innerhalb von nur zwei Minuten (30., 31.) endgültig für klare Verhältnisse sorgte.
Für Villa kam es noch schlimmer: Joao Gomes sah nach VAR-Überprüfung in der 40. Minute Rot. ÖFB-Legionär Michael Svoboda musste auf sein Premier-League-Debüt hingegen noch warten. Der Sommer-Neuzugang verfolgte Brightons Kantersieg von der Ersatzbank.