Fussball

Ex-Spieler Kulovits schlägt Rapid diese Trainer vor

Ex-Rapidler Stefan Kulovits will künftig selbst Trainer seines Herzensklubs werden. Jetzt nennt er drei Kandidaten, die für den Job in Frage kommen.
Sebastian Klein
23.11.2021, 07:46

Rapid trennte sich in der Länderspielpause von Trainer Didi Kühbauer. Nach mehr als drei Jahren im Amt war für die Klub-Ikone Schluss. Die Hütteldorfer hielten bei lediglich vier Saisonsiegen.

Rekordspieler Steffen Hofmann hat interimistisch übernommen. Unter dem ehemaligen Spielmacher gewann Rapid am Wochenende gegen Altach mit 1:0. Der Start ist geglückt. Im Hintergrund läuft bei Sportdirektor Zoran Barisic die Suche nach der Dauerlösung auf Hochtouren.

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Einer, der wohl (noch) nicht in der engsten Auswahl ist, heißt Stefan Kulovits. Der Ex-Spieler lässt im Gespräch mit "Sky" durchklingen, dass für ihn der Job in Zukunft interessant werde: "Natürlich ist es mein Ziel, irgendwann bei Rapid Trainer zu sein. Irgendwann wird die Zeit bei Rapid kommen für mich, aber ob der Zeitpunkt jetzt ist, das müssen andere entscheiden."

Für ihn steht ein anderes Trio im Fokus. Er nennt die drei aussichtsreichsten Kandidaten auf die Kühbauer-Nachfolge: "Es kommt darauf an, was man plant für den Verein. Es ist natürlich eine finanzielle Geschichte. Natürlich denkt man an Andi Herzog, Ferdl Feldhofer kommt in Frage, auch Markus Schopp hat ein interessantes Profil. Aber es kommt darauf an, welchen Fußball der Verein spielen will. Wenn man sich für viele Umbrüche entscheidet, ist es wichtig zu sagen, dass der Trainer auch Zeit bekommt."

Kulovits über das Interims-Gespann Hofmann und Tohmas Hickersberger: "Man hat gesehen, worauf sie wertlegen. Nach einem Trainerwechsel werden gewisse Kräfte freigesetzt und es bringt vielleicht noch einmal mehr Schärfe ins Training hinein. Es hat mich gefreut, dass sie positiv hineingestartet sind und ich hoffe, es geht positiv weiter bis zum Winter."

Überraschender Abschied in Sandhausen

Kulovits durfte beim deutschen Zweitligisten Sandhausen erste Erfahrung sammeln, blickt auf seine Trainerstation zurück: "Ich möchte im Fußball-Business drinbleiben. Das mache ich seit 25, 30 Jahren aus Leidenschaft. Bei Sandhausen war es erstmals, dass der damalige Trainer mich gefragt hat, ob ich es mir vorstellen kann, beim ihm einzusteigen. Dass es dann so schnell funktioniert mit der Cheftrainerrolle, war nicht absehbar. Ich kann sehr viel daraus ziehen und für die Zukunft mitnehmen. Die Praxis fehlt mir natürlich nach der Beurlaubung und deswegen möchte ich so schnell wie möglich wieder am Platz stehen, um den nächsten Schritt für mich als Trainer gehen zu können."

Die Beurlaubung traf ihn aus heiterem Himmel: "Es war eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Es war eine Herkulesaufgabe, die wir leisten mussten (den Klassenerhalt, Anm.), aber der Verein hat uns vertraut und wir haben es am letzten Spieltag geschafft und waren überglücklich. Wir haben Vertrauen vom Verein geschenkt bekommen und nach sieben Spieltagen hatten wir nur vier Punkte am Konto, aber am neunten Spieltag wäre die Länderspielpause gewesen und es wurde versprochen, dass wir neun Spieltage bekommen. Es war überraschend zu erfahren, dass es vorbei ist."

Sorge um Gratis-Abgänge bei Rapid

Zurück zu Rapid. Dort wartet auf den neuen Trainer eine "Mannschaft mit gutem Potenzial", wie Kulovits sagt. Bekanntlich laufen bei den Grün-Weißen aber 15 Spielerverträge aus. Darüber zeigt er sich besorgt: "Natürlich muss man wissen, in welche Richtung es gehen soll. Es sind hochkarätige Spieler, die man nicht ablösefrei verlieren will. Entweder man macht mit ihnen Kohle, oder sie verlängern, aber wenn sie ablösefrei gehen, tut das natürlich weh."

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