Der ehemalige deutsche Nationaltorwart Eike Immel (65) sorgt für einen Skandal: Nach nur zwei Drehtagen musste der frühere Bundesliga-Keeper die fünfte Staffel der Joyn-Show "Das große Promi-Büßen" verlassen.
"Das Camp musste er bereits am zweiten Abend aufgrund mehrfacher Grenzüberschreitungen verlassen", erklärte Joyn-Pressesprecher Christoph Körfer. Die genauen Hintergründe sollen die Zuschauer bei der Ausstrahlung im Herbst erfahren. Doch schon jetzt werden brisante Details öffentlich.
Wie die deutsche "Bild" berichtet, soll Immel wegen seiner Wortwahl negativ aufgefallen sein. Demnach habe der Ex-Fußballer über die Verwendung des Begriffs "Negerkuss" diskutiert und trotz Ermahnungen erklärt, das Wort weiterhin verwenden zu wollen – auch wenn es "nicht mehr zeitgemäß" sei.
Noch schlimmer: Der 65-Jährige soll zudem die erste Strophe des Deutschlandliedes ("Deutschland über alles, über alles in der Welt") zitiert haben. Genau jene, die seit der Zeit des Zweiten Weltkrieg mit nationalsozialistischem Gedankengut assoziiert ist.
"Das war natürlich nicht gerade schlau", wird eine Produktionsmitarbeiterin zitiert. Zudem soll es zu Streit mit Georgina Fleur (36) gekommen sein. "Es gab mehrere Vorfälle und Vorwürfe – und das in nur zwei Tagen. Deshalb musste er sofort das Set verlassen."
In der Show sollen sich die Promis eigentlich den Sünden ihrer Vergangenheit stellen und nicht neue begehen – geleitet von Drag-Queen Olivia Jones (56).
Gegenüber der "Bild" betonte Immel, er sei "kein Rassist und weit weg von rechtem oder diskriminierendem Gedankengut". Er habe lediglich auf den "Unsinn einer Sprachpolizei" aufmerksam machen wollen.
"Ich habe da in der Sendung erzählt, wie sie uns früher im Stadion als schwule Sau beschimpft haben. Der Olli Kahn ist mit Bananen beworfen worden. Das haben wir alles so weggelächelt. Ich weiß doch, dass man bestimmte Dinge heute nicht mehr sagt", so der frühere Fußballer. "Da muss aber auch Verständnis von anderer Seite kommen, wenn Dinge 55 Jahre lang für einen Menschen normal waren."
Am Ende gab es dann doch eine Entschuldigung: "Ich bin da auf den Zoff überhaupt nicht stolz und möchte auch um Entschuldigung bitten."
Sein Anwalt Burkhard Benecken verweist auf eine "außergewöhnliche Belastungssituation" seines Mandanten. Denn der Hesse hätte auch ohne TV-Eklat bereits genug zu büßen: Im vergangenen August wurde er wegen Betrugs in 107 Fällen zu zwei Jahren und zwei Monaten Haft verurteilt. Es geht dabei um rund 34.000 Euro.
Im Gefängnis sitzt der 19-fache DFB-Keeper laut RTL nur deshalb nicht, weil er Berufung gegen das Urteil eingelegt hat. Im September soll neu verhandelt werden.