"Existenzangst": Kaiser platzt auf Demo der Kragen

Der Sänger sprach über die Krise in der Musikbranche.
Der Sänger sprach über die Krise in der Musikbranche.picturedesk
Der Schlagerstar möchte nicht mehr still sein. Am Mittwoch nahm er bei der Demo "Alarmstufe Rot" teil und ergriff dort auch das Wort.

Noch vor rund zwei Monaten veranstaltete Roland Kaiser eines der ersten große Konzerte nach dem Lockdown im Frühjahr. Ein absolutes Privileg für den Künstler und darüber ist er sich bewusst. Er selbst dachte damals noch, dass dies der Startschuss für die Konzert-Branche sei. Immerhin sahen insgesamt 10.000 Zuschauer die Show, von Infektionen im Nachhinein ist nichts bekannt. Roland Kaiser meint auch den Grund dafür zu kennen: "Alle haben ihren Job ordentlich gemacht."

Stattdessen passierte danach recht wenig. Auf der Demo "Alarmstufe Rot" in Berlin, erklärte der Sänger auf der Bühne: "Nach der Show packte die Crew ihre Sachen, fuhr Heim und fragte sich dort wieder, wie man sie ihre Familie ernähren sollen. Das hat man nicht gesehen".

Der abgetrennte Ast

Kaiser wollte die Chance nutzen, um nicht über den Glitzer in der Musikbranche zu sprechen: "Es ist Zeit tacheles zu reden. Die Existenzangst ist spürbar." Das schlimmste sei es, dass er mitbekommt, dass sich Kollegen aus der Branche verabschieden möchten.

Es brauche schnelle, staatliche Unterstützungen für die Musikbranche. Dabei würde er gar nicht an sich selbst oder die vielen großen Namen denken, sondern an die Menschen, die im Hintergrund tätig sind. Andernfalls würde man Zeuge werden, wie man die Kultur beschädigt. "Einen abgetrennten Ast klebt man nicht mehr an", betonte Kaiser bildmalerisch.

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