Experte diffamiert mit EU-Geld Islamkritiker

Umstritten: Politologe Farid Hafez.
Umstritten: Politologe Farid Hafez.Bild: Uni Salzburg
Wer den politischen Islam kritisiert, ist ein Islam-Hasser – nach diesem Motto scheint ein Politologe an der Salzburger Uni vorzugehen. Die undifferenzierte Analyse wird von der EU bezahlt.
Farid Hafez ist Islamophobie-Forscher und als solcher (Mit-) Autor des "European Islamophobia Report". Der Bericht listet anti-muslimische Tendenzen auf – und geht dabei, so eine Analyse des Linzer "Volksblattes", wenig differenziert vor.

Denn als "islamophob" gebrandmarkt werden – neben echten Extremisten – auch Politiker, Journalisten und Wissenschaftler, die den politischen Islam kritisieren.

EU finanziert Studie



■ Eine Wiener Politologin findet sich im Bericht wieder, weil sie das Kopftuchverbot in Kindergärten verteidigte.

CommentCreated with Sketch.6 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. ■ Ein Journalist des "Volksblattes" forderte in einem Kommentar ein Kopftuchverbot für Lehrerinnen – was ihm prompt einen Eintrag im Islamophobie-Report bescherte.

■ Auch islamische Theologen, die für einen modernen Islam sind, werden im Report diskreditiert. Die Studie wird zu einem großen Teil von der EU finanziert. Wie viel sie zahlt, konnte (oder wollte) Hafez gegenüber dem "Volksblatt" nicht sagen, weshalb EU-Abgeordneter Lukas Mandl (VP) jetzt von der EU-Kommission Aufklärung verlangt.

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