Experte: "Keine Angst vor Barschen in Neuer Donau"

Mehrere Badegäste wurden in den vergangenen Wochen von Fischen "angeknabbert". Sind die Tiere gefährlich? "Heute" fragte einen Experten.

"Wiederholt wurden ich und andere an der Neuen Donau in der Nähe der U2-Station Donaustadtbrücke beim Einstieg ins kühle Nass von Fischen an Zeh und Ferse attackiert. Die Beißattacken kommen unerwartet und glücklicherweise meist zahnlos", berichtete "Heute"-Leser Christoph Sommer.

Viele fragen sich nun: Kann man sich noch gefahrlos in der neuen Donau abkühlen?

"Heute" fragte bei bei Martin Genser, Verbandssekretär des Verbands der Österreichischen Arbeiter-Fischerei-Vereine nach.

Die klare Antwort: "Natürlich! Die Tiere stellen keine Gefahr für Badegäste dar. Auch für Kinder ist das Baden gefahrlos möglich", beruhigt Genser. Laut dem Experten handelt es sich um Sonnenbarsche. „Dieser bunte, auffällige Fisch wurde von im 19. Jahrhundert von Nordamerika aus als Aquarienfisch in Europa eingebürgert. Vor allem im Wiener Becken ist er sehr häufig anzutreffen. Sie werden maximal 20 Zentimeter groß, sind nicht gefährlich", so der Experte.

Und warum knabbern die Fische jetzt plötzlich Schwimmer an?

Genser: "Die Tiere haben jetzt ihre Laichzeit. Sie bewachen das Nest und sind dabei sehr aggressiv. Sobald jemand ihrem Gelege zu nahe kommt, greifen sie an. Badegäste in der Alten und Neuen Donau sowie in der Lobau erleben, wenn sie still stehen, daher oft ein ,Pecken' an den Beinen – der Sonnenbarsch versucht den Eindringling energisch aus seinem Revier zu vertreiben."

(ck)

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