Der Drohnenangriff auf eine ukrainische Frachtmaschine am Flughafen Leipzig hat DNA-Spuren hinterlassen, die auf eine russische Beteiligung hindeuten. Russlands Außenminister Sergej Lawrow lieferte nun selbst den Beweis: Er sprach davon, dass Russland aktiv gegen westliche Unterstützung für ukrainische Drohnenproduktion vorgeht.
"Wir tun das bereits", sagte Lawrow in Bezug auf Maßnahmen gegen europäische Firmen, die Drohnenteile für die Ukraine herstellen.
Wie n-tv berichtet, sieht der österreichische Militärexperte Oberst Markus Reisner darin ein klares Eingeständnis: "Aus meiner Sicht gesteht Lawrow klar sichtbar: Wir stecken hinter den hybriden Angriffen."
Der Kreml habe Deutschland längst als Kriegspartei eingestuft, erklärt Reisner. Es sei irrelevant, was Deutschland darüber denke oder ob es diese Beteiligung ablehne. "Russland hat das so entschieden, und darum werden hybride Angriffe gegen Europa zunehmen."
Die Sabotageakte richten sich laut dem Experten vor allem gegen kritische Infrastruktur: Pipelines, Unterseekabel, aber auch Cyberangriffe. Als Beispiel nannte er den kürzlichen Anschlag auf die Transalpine-Pipeline, bei dem mit einem Schneidbrenner ein Stromversorgungsmast einer Pumpstation umgeschnitten wurde.
Bedrohlich sei auch die neue Generation russischer Drohnen. Der Kreml stelle derzeit auf die Typen Geran 4 und 5 um, die mit Jet-Triebwerken ausgestattet sind und Geschwindigkeiten von 500 Stundenkilometern erreichen. "Wir müssen im Herbst und Winter mit massiven Angriffswellen dieser neuen Drohnen rechnen", warnt Reisner.
Für die Bevölkerung empfiehlt der Experte, Ruhe zu bewahren. Panik sei nicht angebracht und würde die Menschen nur verunsichern – genau das sei eines der Hauptziele solcher Angriffe.