Weihnachten darf gefeiert werden - sogar mit Familie und Freunden! Das verkündete die österreichische Bundesregierung am Mittwoch. Am Heiligen Abend, am Christtag und am Stephanitag (24. bis 26. Dezember) dürfen insgesamt zehn Personen unabhängig von der damit verbundenen Anzahl der Haushalte zusammenkommen. Klingt, als wäre das Weihnachtsfest doch noch gerettet.
Doch was ist mit dem Coronavirus? Das feiert natürlich mit!
Die Experten der SAGE (Scientific Advisory Group for Emergencies) haben sich deshalb genauer mit der Thematik beschäftigt und empfehlen, dass jeder genau abwägen sollte, ob man sich wirklich mit mehreren Menschen treffen muss.
Muss es aber unbedingt ein persönliches Treffen sein, so könne man sich ja laut den Experten vielleicht im Internet oder draußen treffen. Ob der winterlichen Temperaturen dürfte das jedoch für die wenigsten Familienfeiern Anwendung finden. Deshalb haben die Experten für ein Fest ganz konkrete Ratschläge - abseits von Abstand halten, Oberflächen säubern und oft und gut durchlüften:
- Kinder sollten ihre Großeltern, sofern möglich, draußen im Freien treffen.
- Die Weihnachtsfeiern sollten am weiträumigsten Ort stattfinden, der zur Verfügung steht, also etwa im größten Haus oder der größten Wohnung aller beteiligter Parteien.
- Masken sollten, solange erträglich, getragen werden.
- Übernachtungen sollten vermieden werden. Wenn, sollten die Kinder aber bei ihren Eltern im Schlafzimmer schlafen und nicht bei Kindern des anderen Haushalts.
- Es sollte kein Buffet geben und Teller möglichst wenig herumgereicht werden.
- Gemeinsames Tanzen sollte, wie der meiste Körperkontakt, unterlassen werden, ebenso gemeinsames Singen – Stichwort: Aerosole.
- Es wird zudem von Brettspielen gewarnt, in denen man sich etwa Spielfiguren teilt. Die Experten empfehlen kontaktlose Ratespiele.
- Die Experten der SAGE sprechen sich wenig überraschend auch gegen das Küssen unter einem Mistelzweig aus – zumindest solange die Küssenden dabei aus verschiedenen Haushalten kommen.
Bei allen Tipps unterstreichen die Experten aber immer wieder, dass keine dieser Maßnahmen sicher davor schützt, sich mit dem Coronavirus zu infizieren. Das potenzielle Infektionsrisiko werde dieses Jahr zu Weihnachten schlicht dazugehören.