Am frühen Nachmittag gab die Österreichische Unwetterzentrale rote Unwetterwarnungen für mehrere Regionen Österreichs aus. Vor allem mögliche Gewitter und heftige Windböen werden von den Meteorologen als gefährlich eingestuft. "Heute" hat beim Ubimet-Experten Konstantin Brandes nachgefragt, wie heftig die Unwetter am Donnerstag ausfallen werden.
Die Warnungen beziehen sich auf starken Regen, der ab dem morgigen Vormittag den Westen des Landes beschäftigen wird. Dann kündigen sich in Vorarlberg, Tirol und Salzburg verbreitet 30 bis 80 Liter Regen pro Quadratmeter an. Lokal sind aber auch Spitzen um oder sogar über 100 l/m² zu erwarten. Die Folge: Kleinere Flüsse können ausufern und zu Überschwemmungen führen, auch Murenabgänge sind möglich. Das Ganze zieht sich bis Samstagfrüh, dann beruhigt sich das Wetter wieder nachhaltig.
Im Osten wird es gewittertechnisch am Freitag spannend, heute ist es noch ruhig und einfach nur sehr heiß. Morgen gehen sich im Osten zwar nochmal 30 Grad und mehr aus, die Front nähert sich aber und sorgt im Tagesverlauf für teils kräftige Gewitter vom Waldviertel über den Wiener Raum bis in den Südosten. Mit dabei sind dann starker Regen sowie Sturmböen und auch Hagel ist möglich. Es wird aber - wie immer bei Gewittern - nicht alle treffen. Die vorherrschende Trockenheit wird also maximal gelindert, und das auch nur punktuell.
Bislang ist es in Leibnitz mit knapp 35 Grad am heißesten. Bis auf 36 oder sogar 37 Grad klettern die Temperaturen heute Nachmittag noch, Hotspots sind das Marchfeld, das Weinviertel, der Seewinkel sowie das Südburgenland und die Südsteiermark.
Am Samstag bleibt es von Vorarlberg bis zum Wienerwald zunächst noch häufig trüb und zeitweise nass, am Nachmittag kämpft sich ab und zu die Sonne durch die Wolken. Etwas häufiger gelingt ihr dies im Süden, einzelne gewittrige Schauer ziehen aber auch hier durch. Vom Innviertel bis zum Seewinkel und zum Grazer Bergland weht lebhafter bis kräftiger West- bis Nordwestwind. Die Höchstwerte liegen zwischen 18 Grad im Waldviertel sowie in den Nordalpen, und 29 Grad ganz im Süden.
Der Sonntag beginnt an der Alpennordseite bewölkt und vom Tiroler Unterland ostwärts mit Regen, tagsüber lockert es zögerlich auf. Im Tagesverlauf bilden sich entlang der Nordalpen aber wieder Regenschauer und auch ganz im Osten fällt weiterhin ab und zu etwas Regen. Häufig sonnig wird es dagegen in Osttirol und Kärnten. Bei lebhaftem, im Osten auch kräftigem Nordwestwind liegen die Höchstwerte zwischen 20 und 29 Grad.