Terror in London: Polizei jagt jetzt "Kübel-Bomber"

In dem Waggon einer Londoner U-Bahn wurden mehrere Pendler durch einen Feuerball teils schwer verletzt: Die Polizei spricht von einem Terroranschlag.
Bei der Londoner U-Bahnstation Parsons Green ist in einem vollbesetzten Bahnwagen gegen 8.20 Uhr Ortszeit ein Behälter explodiert. Laut einer Reporterin vor Ort wurden mehrere Menschen verletzt.

"Ein Feuerball flog durch den Waggon. Wir sind einfach nur aus der offenen Türe gesprungen", berichtet ein Augenzeuge.

Medieninformationen zufolge, sind Menschen in Panik aus der oberirdischen Station Parsons Green geflohen. Ein "Metro"-Reporter beschreibt grausige Szenen: "Menschen mit schweren Verbrennungen" und "ihre Haare haben sich vom Kopf gelöst".

Auch ein BBC-Reporter berichtet, eine Frau mit Verbrennungen im Gesicht und an den Beinen gesehen zu haben. Insgesamt wurden 22 Menschen in umliegende Spitäler eingeliefert.

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Die britische "Daily Mail" veröffentlichte eine Nahaufnahme einer brennenden Lidl-Tragtasche, welche in Türnähe abgestellt worden war. Aus einem darin versteckten weißen Kübel hängen verdächtige Drähte.



Die Polizei bezeichnet den Vorfall mittlerweile offiziell als Terrorakt. Schwerbewaffnete Einsatzkräfte sicherten das Gelände großräumig ab. "Eine Fahndung nach dem Schuldigen ist in diesem Moment im Gange", so der Londoner Bürgermeister, Sadiq Khan, gegen 13 Uhr Ortszeit in einem Interview mit "LBC Radio".

Auch eine Schulklasse des Wiener Neustädter Gymnasiums Zehnergasse befindet sich aktuell in London. Die Kinder hätten heute ihre Heimreise antreten sollen.

Außenminister Sebastian Kurz hat den Opfern des Anschlags sein Mitgefühl ausgesprochen und eine schnelle Genesung gewünscht. Gleichzeitig kündigte er an, mit aller Macht gegen Radikalisierung, gewalttätigen Extremismus und Terrismus vorgehen zu wollen.



(rcp)

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