"F**** euch, Medien, ganz ehrlich!" So beginnt das Posting von einem verärgerten Nick Kyrgios. Der Australier hatte am Samstag überraschend mit Thanasi Kokkinakis das Doppel-Finale der Australian Open gewonnen.
Aber warum der Ärger? Aus der Sicht des 26-Jährigen hatte die australische Presse Aussagen von ihm zum Damen-Endspiel falsch interpretiert: "Ich habe nichts Respektloses zu Ashleigh Barty gesagt. Ich habe gesagt, dass die Zuschauer in diesem Jahr fantastisch waren und dass Thanasi Kokkinakis und ich dazu einen großen Teil beigetragen haben. Ashs Vater ist zu mir gekommen und hat das sogar gesagt. Alles, was ich gesagt habe, war, dass wenn ich spiele, die Stadien weltweit voll sind. Ich bin mit Ash aufgewachsen und wusste immer um ihr Potenzial."
Auch gegen Max Purcell, mit Matthew Ebden sein Gegner im Endspiel, schoss er scharf. "Und zu dir, Max Purcell, du Donut, bezüglich deiner Kommentare nach dem Match. Du hast offensichtlich keine Ahnung von Unterhaltung und Sport. Solltest du es noch nicht bemerkt haben, es gibt einen Grund, warum die Leute zu meinen Spielen kommen - und zwar, weil mein Level und mein Spiel es wert sind, angesehen zu werden."
7:5 und 6:4 gewannen Kyrgios und Kokkinakis das Doppel-Endspiel vor jubelnden Fans in Melbourne.
"Das nächste Mal, wenn du ein Grand-Slam-Finale verlierst, solltest du einfach den Kopf runternehmen und versuchen herauszufinden, wie man die wichtigen Punkte besser spielt", schreibt Kyrgios in Richtung Purcell. "Es gibt keine Notwendigkeit, andere Australier in den Medien schlecht zu machen, weil die Leute lieber Farbe beim Trocknen zusehen als dir mit deinem Serve-and-Volley-Spielstil."