Noch einmal gut gegangen! Beim Sprintrennen in Brasilien kam es gegen Ende zu einer Schrecksekunde – für Lokalmatador Gabriel Bortoleto hätte der Bewerb beinahe ein böses Ende genommen.
Der Sauber-Pilot verlor kurz vor dem Rennende die Kontrolle über sein Auto und krachte doppelt in die Bande. Und das bei 339 km/h, wie die Datenaufzeichnungen im Anschluss belegten. Schlimm muss der Unfall auch für seine Familie und Freundin gewesen sein. Denn die waren beim Heim-Rennen des Brasilianers vor Ort, beobachteten alles live.
"Ich bin sehr glücklich, denn es hätte viel schlimmer kommen können", wusste Bortoleto nach seinem wilden Crash. Aufgrund der hohen G-Kräfte musste er zu den Ärzten, konnte allerdings schon nach kurzer Zeit wieder gehen. Anders als der F1-Star selbst war sein Bolide alles andere als okay. Die Sauber-Crew probierte zwar alles und arbeitete fieberhaft – das Qualifying für seinen Heim-GP beobachtete der junge Brasilianer aber nur von der Seitenlinie.
Doch wie passierte der Unfall? Der Brasilianer wollte Alexander Albon im Williams überholen. "Ich habe wahrscheinlich ein bisschen auf nassen Stellen gebremst und am Ende hat das Auto komplett nach links in die Mauer gelenkt", so Bortoleto. "Und danach war ich nur noch Passagier, du kannst da nichts mehr kontrollieren."
Albon hatte derweil Glück im Unglück. So hätte der Sauber-Rookie beim Überqueren der Strecke nach dem Crash auch den Williams-Fahrer fast mitgerissen. Doch: "Zum Glück habe ich ihn nicht getroffen. Das wäre einfach schrecklich gewesen", sagte Bortoleto gegenüber "Motorsport-Total".
Weshalb genau der Crash passiert ist, war am Samstag noch nicht ganz klar. "Ich habe Videos, Fotos und Daten gesehen, die ein bisschen zeigen, was mit dem DRS passiert ist, aber ich war so fokussiert darauf, im Qualifying rauszufahren, dass ich nicht geschaut habe, warum der Crash passiert ist."