Faber desinfiziert sich nach jeder Hostie die Hände

Neben den Restaurants und Bars feiern auch die Kirchen ihr Comeback. Mit Abstand, Masken und weiteren Hygieneauflagen dürfen ab heute wieder gemeinsame Gottesdienste gefeiert werden. Dompfarrer Toni Faber zeigt dir, wie das aussieht. 

Mit Desinfektionsmittel statt Weihwasser:  Unter strengen Hygiene-Auflagen des Gesundheitsministeriums können seit heute Gläubige aller Religionsgemeinschaften wieder in ihre Kirchen, Moscheen und Synagogen strömen. Im Wiener  Stephansdom findet deshalb um 18 Uhr die erste große Messe mit Besuchern statt – mit dabei sind Bürgermeister Ludwig und Frauenministerin Raab.

Große Freude in den Gemeinden

"Hausherr" Toni Faber kann es kaum erwarten: „Die Leere der letzten Wochen war schwer, aber wir haben im Livestream stellvertretend für alle die zu Hause bleiben mussten gebetet. Jetzt freuen wir uns umso mehr, dass wir wieder Menschen willkommen heißen dürfen.“

Das sind die gestrengen Gesundheits-Gebote

In der "Heute" erklärt er vorab die strengen Gebote des Gesundheitsministeriums, die nun gelten: "Alle tragen Masken und sitzen ein bis zwei Meter voneinander entfernt. Jede zweite Bank ist mit einer Kordel gesperrt. Die Anzahl der Besucher ist begrenzt – pro zehn Quadratmeter ist eine Person erlaubt. Zum Glück haben wir bei uns genug Platz."  300 Gläubige können so im riesigen Stephansdom unterkommen.

"Desinfiziere Hände vor der Kommunion"

"Wenn ich zur Kommunion vortrete, setze auch ich mir einen Mundschutz auf", hat sich Toni Faber auf jedes Detail vorbereitet. "Während der gesamten Messe bleiben die Hostien luftdicht verschlossen. Kurz vor der Kommunion  desinfiziere ich mir gründlich die Hände. Dann erst greife ich hinein. Nach jedem Gläubigen wiederhole ich den Vorgang. Natürlich schweige ich dabei, damit auch wirklich nichts passieren kann. "
Selbst wenn es trotz diverser Schutzmaßnahmen zu einem Hoppala kommen sollte, hat Faber vorgesorgt. "Wenn sich etwa unsere Hände unabsichtlich berühren, unterbreche ich und desinifiziere mir erneut die Hände. So viel Zeit muss sein."

Weiter kein Weihwasser

Weihwasser oder den Friedensgruß gibt es weiter nicht. Auch der Mindestabstand wird für viele ungewohnt bleiben. Deshalb hoffen Gläubige aller Glaubensgemeinschaften, dass weitere Lockerungen möglich werden. "Sollten die Zahlen der Infizierten weiter niedrig bleiben, spricht viel dafür", schließt auch der Dompfarrer die Wünsche der Menschen mit ins Gebet ein.

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