FAC 0:9, Wacker 1:6! Die Lachnummern der 2. Liga

Ein Rieder "Kegelabend" gegen den FAC.
Ein Rieder "Kegelabend" gegen den FAC.Gepa
Die SV Ried kehrt mit einem 9:0-Erfolg in die Bundesliga zurück. Klagenfurt reichte ein 6:1-Sieg nicht. Die Gegner sind die Lachnummern der Liga. 

Im engen Titelrennen ist es auf jeden Treffer angekommen. Nur ein Tor trennten die Rieder und die Klagenfurter vor dem letzten Spieltag. Also wurden in der letzten Runde die Tormaschinen angeworfen. Am Ende brachte der Rieder "Kegelabend" die Innviertler nach drei Jahren zurück in die Bundesliga. Den Kärntnern fehlten trotz des 6:1-Schützenfests fünf Treffer zum Aufstieg. 

FAC als Lachnummer

Doch die ach so grandiosen Erfolge haben einen mehr als schalen Beigeschmack, betrachtet man den lauen Sommer-Kick, den die Gegner der Titel-Rivalen abgeliefert hatten. Gerade die Floridsdorfer, die froh sein mussten, nicht zweistellig zu verlieren, als Gegner des höchsten Rieder Erfolgs aller Zeiten in die Geschichtsbücher eingehen. 

Wer so auftritt, muss sich fragen, ob er den Beruf nicht verfehlt hat, ist zu Recht die Lachnummer im österreichischen Fußball. Denn ein Titel-Fight sollte mit Ehre und Anstand der Gegner entschieden werden. Doch die waren in der Hopfengasse "vergessen" worden. 

Halbes Dutzend gegen Wacker

Ähnliches gilt auch für die Innsbrucker, immerhin ein Klub, der Bundesliga-Ambitionen hegt, so rasch als möglich in die höchste Spielklasse zurückkehren möchte, der die Innviertler vor zwei Wochen noch ärgerte, erst in der Nachspielzeit mit 3:4 verlor, und sich nun mit einer 1:6-Watsch´n in den Urlaub schießen ließ. Immerhin: Zaizen hatte ein Tor geschossen. Mager, wenn das das einzig Positive ist. 

Gegenseitige Vorwürfe

Ebenso skurril wie die Ergebnisse waren die Reaktionen der siegreichen Trainer. Die sich gegenseitig Manipulation unterstellten. Da hatte Ried-Coach Gerald Baumgartner sichtlich irritiert im ORF erklärt: "Für die Qualität der Mannschaft von Tirol ist das schon ein sehr überraschendes Ergebnis.

Und Klagenfurt-Coach Robert Micheu in Richtung Ried geätzt: "Wenn beim FAC fünf Spieler auf Urlaub sind, der beste Torschütze in Malta ist und das auf Facebook postet, dann sollte man sich schon etwas überlegen. Bei Tirol war keiner auf Urlaub. Wir haben Tore geschossen, dann hat Ried auch immer Tore geschossen. Ganz interessant."

So kommen keine Zuschauer!

Die Zweitliga-Vereine leiden schon seit Jahren unter Zuschauer-Schwund, beklagen sich über die unattraktiven Gegner, meinen damit die Amateur- und Farm-Teams, die keine Fans auf die Sportplätze locken. Doch die jungen Talente zeigen noch beherzten Fußball. Im Gegensatz zu so manchem gestanden Profi, der sich mit solchen Leistungen keinen Cent verdient hätte. Oder etwa doch? 

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