Facebook-Werbeboykott erreicht jetzt auch Österreich

Mark Zuckerberg, Facebook
Mark Zuckerberg, FacebookDrew Angerer / AFP Getty / picturedesk.com
Der Facebook-Boykott unter dem Hashtag #StopHateforProfit weitet sich zunehmend aus. Auch VW, Adidas und Henkel machen mit.

Mittlerweile sind es mehr als 130 Konzerne, darunter Coca Cola, Starbucks, Ford oder der österreichische Verein Neustart, die die von Bürgerrechtsorganisationen ins Leben gerufene Kampagne unterstützen. Sie werfen Facebook-Chef Mark Zuckerberg vor, fahrlässig mit hassschürenden Inhalten, Verschwörungstheorien und Fake News umzugehen.

Mehr als 130 Unternehmen

Der 36-jährige Konzernchef hatte in einer Debatte um umstrittene Aussagen von Donald Trump den Standpunkt vertreten, dass "Facebook nicht der Schiedsrichter über die Wahrheit dessen sein sollte, was die Leute online alles sagen". ("Heute" hat berichtet).

Der Boykott hat mittlerweile auch Europa erreicht: Adidas, Henkel und VW setzen zentral geschaltete Anzeigen auf Facebook aus. "Hasskommentare, diskriminierende Äußerungen und Posts mit gefährlichen Falschinformationen dürfen nicht unkommentiert veröffentlicht werden und müssen Konsequenzen nach sich ziehen“, betont Volkswagen, das unlängst erst selbst wegen eines als rassistisch kritisierten Werbespots in die Schlagzeilen rutschte, in einer Aussendung.

Teurer Boykott

Der Werbe-Boykott kommt Facebook teuer zu stehen. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berechnete, bringt er dem US-Unternehmen, das fast alle Erlöse aus dem Anzeigengeschäft bezieht, einen Wertverlust von 56 Milliarden US-Dollar.

Die Kampagne #StopHateforProfit erfährt auch prominente Unterstützung: So legen sich Prinz Harry und Herzogin Meghan mit Facebook an, um sich klar gegen Rassismus zu positionieren.

Auch "Borat"-Schauspieler Sacha Baron Cohen findet es "inspirierend", wie viele Unternehmen sich gegen Facebook auflehnen.

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