Facebook ließ Google von PR-Firma "anschwärzen"

Damit Konkurrent Google in den Medien schlechtgeredet wird, beauftragte Facebook eine PR-Firma. Doch die Kampagne flog auf und jetzt steht das soziale Netzwerk schlecht da.

"Wer anderen eine Grube gräbt fällt selbst hinein", heißt es in einem alten Sprichwort. Bis zu Facebook-Boss Mark Zuckerberg dürfte sich diese Weisheit noch nicht herumgesprochen haben. Sein Unternehmen bezahlt derzeit einen hohen Preis dafür, dass man andere schlechtmachen wollte. Der "Anschwärzungsskandal" ist derzeit in sämtlichen einschlägigen Medien das Tagesthema.

Clinton-Agentur setzte Falschmeldungen
Was ist passiert? Wie USA Today und The Daily Beast aufdeckten, engagierte Facebook eine PR-Firma, um Google mit gezielten Meldungen in den Medien schlecht aussehen zu lassen. Dass es sich dabei um die renommierte Agentur Burson-Marsteller handelt, die US-Präsident Bill Clinton beraten sowie die Wahlkampfstrategie für seine Frau Hillary ausarbeitete, ist umso pikanter.

Facebook und Burson-Marsteller gaben ihre Verwicklungen in den Skandal bereits zu. Die Führungsriege des sozialen Netzwerks wollte mit gezielten Falschmeldungungen Googles Konkurrenzprodukt "Social Circle" anschwärzen. Um dies glaubwürdig zu vermitteln, streute Facebook nicht selbst diese Nachrichten, sondern überließ dies einer "unabhängige" Quelle - Burson-Marsteller.

Facebooks "Watergate"
In den Medien werden bereits Vergleiche mit der "Watergate-Affäre" gezogen. Von renommierten Multimedia-Journalisten wird eine öffentliche Entschuldung von Facebook gefordert. Dem Ansehen des Zuckerberg-Unternehmens hat diese Aktion jedenfalls nur geschadet.

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