Politik

Facebook sperrt Profil von HC Strache für 30 Tage

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:48

Der weltweite Aufruhr rund um den US-Whistleblower Edward Snowden zieht immer weitere Kreise. Nach dem unfreiwilligen Wien-Zwischenstopp von Boliviens Präsident ist nun laut FPÖ-Mitteilung ein zweiter Fall mit Österreich-Bezug aufgetaucht: Facebook soll das Profil von FP-Chef Heinz Christian Strache wegen dessen Snowden-Postings für dreißig Tage gesperrt haben!

Der weltweite Aufruhr rund um den ist nun laut FPÖ-Mitteilung ein zweiter Fall mit Österreich-Bezug aufgetaucht: Facebook soll das Profil von FP-Chef Heinz Christian Strache wegen dessen Snowden-Postings für dreißig Tage gesperrt haben!

Einen unglaublichen Multimedia-Skandal wittert der Freiheitliche Generalsekretär Harald Vilimsky. Parteichef Straches Facebook-Profil wurde Opfer der Causa Snowden - "ohne gegen Standards der Facebook-Gemeinschaft zu verstoßen und ohne Angaben eines Grundes" -, zumindest in den Augen der FPÖ.

Hintergrund der "Einmischung in den österreichischen Wahlkampf" sei nicht etwa ein Verstoß gegen Nutzungsbedingungen, sondern offenbar die "Wahrung amerikanischer Interessen", ist man sich bei den Freiheitlichen sicher, die sich in einer Aussendung darüber empören und die Verantwortlichen auffordern, Straches Facebook-Profil umgehend wieder freizuschalten.

"Ohne die Angabe eines Grundes wurde Strache für 30 Tage die Möglichkeit genommen, Beiträge auf seinem Facebook-Profil zu veröffentlichen. Gleichzeitig verschwanden zwei Einträge von der Seite, die sich kritisch mit dem von Edward Snowden aufgedeckten Spionage-Skandal auseinandersetzten: Straches diesbezügliche Rede im Plenum des Nationalrats sowie eine Presseaussendung, in der er die lückenlose Aufklärung der Vorgänge forderte."

Vilimsky fordert jetzt die Verantwortlichen dazu auf, das Profil umgehend wieder freizuschalten. Die knapp 135.000 Facebook-Anhänger des blauen Leaders müssen nämlich einen Monat lang ohne Parteiinformationen und kernige Querschüsse gegen andere Politiker auskommen.

Facebook überprüft Fall

Facebook überprüft die Zugangssperre von FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache zur eigenen Seite. Laut einer Unternehmenssprecherin ist die Maßnahme auf keinen Fall politisch motiviert: "Ganz sicher kein Grund für eine Sperrung ist Kritik an Facebook oder Kommentare zu aktuellen politischen Debatten."
"Die Vielzahl an kritischen Kommentaren auf Facebook zeigt überdeutlich, dass Facebook ein Plattform ist, die Kritik nicht nur ermöglicht, sondern aktiv nach Rückmeldung fragt", teilte das Unternehmen weiters mit. Grundsätzlich könne es verschiedene Gründe geben, warum ein Konto gesperrt wurde oder man auf einer bestimmten Seite nichts mehr posten kann.
"Facebook ist eine Plattform, auf der sich Menschen über ein breites Spektrum von politischen Meinungen austauschen", so die Facebook-Sprecherin. Um den Bedürfnissen und Interessen einer globalen Bevölkerung gerecht zu werden, schütze man Ausdrucksformen, die den auf der Seite angegebenen Standards der Gemeinschaft sowie der eigenen Richtlinien entsprechen.



Ob die Sperre tatsächlich aufgrund der FPÖ-Haltung in der Causa Snowden zustandegekommen ist oder einen anderen Grund hat, wird wohl ein Rätsel bleiben.

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