Facebook sperrt Seite der Regenbogenparade

Bild: Screenshot Facebook

Unter dem Motto "Proud by Choice" findet im Rahmen der Vienna Pride, Österreichs größter Veranstaltung der Lesben-, Schwulen- und Transgendercommunity, am Samstag die 19. Regenbogenparade statt. Im Vorfeld zeigen sich die Veranstalter entsetzt - denn im sozialen Netzwerk Facebook wurden einfach Bilder von der Parade zensiert und die Fanseite gesperrt.

gesperrt.

Konkret nahm alles nach Foto-Postings von "Pride Boys" und "Pride Girls", die die Parade bunt bemalt begleiten, seinen Ausgang. Die Menschen mit Bodypaintings stießen den "Ordnungshütern" bei Facebook wohl sauer auf. Das soziale Netzwerk löschte nicht nur eines der besagten Bilder, sondern sperrte gleich die ganze Fanseite der Regenbogenparade und deaktivierte die dazugehörige Event-Seite.

"Ahhhhh, prüdes Facebook! Wegen eines harmlosen Bodypainting-Fotos gleich die ganze Regenbogenparaden-Seite und das Event deaktivieren. Nackte Frauenbrüste – wie furchtbar! Sodom! Gomorrha!", schrieb dazu auf Facebook Christian Högl, Obmann der HOSI Wien, laut "www.thinkoutsideyourbox.net". Die Homosexuellen Initiative Wien zeigte sich entsetzt.

Zahlreiche wütende Facebook-User wandten sich daraufhin an das soziale Netzwerk und taten ihren Unmut darüber kund, dass Gewaltdarstellungen und Hasssymbole oftmals geduldet würden, eine Veranstaltung zur Aufklärung und Gleichstellung aber offenbar ein Dorn im Auge sei.

So richtig scheint Facebook nun nicht zu wissen, wie es vorgehen soll: Die gesperrte Seite wurde seit dem Vorfall wieder entsperrt, nur um kurz darauf wieder zwei Mal gesperrt und ebenso oft entsperrt zu werden.

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