Mit Sturmgewehr und Haiwaiihemd zogen die "Boogaloo Boys" bei Demos in den USA zuletzt Blicke auf sich. Die skurril aussehenden Rechtsextremen sind aber gefährlich. Die lose Gruppierung, die sich - wie so viele rechtsextreme Gruppierungen - auf Online-Foren gebildet hat, sehnt sich nach einem zweiten Amerikanischen Bürgerkrieg.
Auch auf sozialen Netzwerken haben sich die Rechtsextremen organisiert. Facebook zog jetzt Konsequenzen und sperrte eine große Anzahl von Gruppen, Accounts und Pages, die der "Boogaloo"-Bewegung zugerechnet werden.
220 Facebook-Accounts, 106 Facebook-Gruppen, 28 Facebook-Pages und 95 Instagram-Accounts wurden permanent verbannt, weil sie direkt der Bewegung angehören. Außerdem wurden auch 400 weitere Accoutns und 100 weitere Facebook-Pages gesperrt, die zumindest ähnliche Inhalte posteten.
➤ Die "Boogaloo"-Bewegung hat sich nach einem Filmtitel benannt: "Breakin' 2: Electric Boogaloo" ist der Nachfolger eines US-Tanzfilms von 1984 und gilt in Online-Filmdiskussionen oft als Paradebeispiel für ein schlechtes Sequel auf einen erfoglreichen Film. Die "Boogaloo Boys" nennen sich so, weil sie ein Sequel zum Amerikansichen Bürgerkrieg herbeiführen wollen.
Die US-Behörden nehmen die anfangs belächelte Gruppierung inzwischen als Bedrohung wahr, nachdem ein bekennender Anhänger der Bewegung zwei Polizeibeamte ermordet hat.