Der Mutterkonzern von Facebook – Meta – baut den Standort Zürich aus und will damit auch Arbeitsplätzeschaffen: Bereits arbeiten 200 Personen am Standort, bis Ende 2022 sollen weitere 150 Stellen besetzt werden. Doch woran wird man arbeiten? Der Fokus wird im Bereich der "Reality Labs" liegen, erklärt der Leiter des Standorts Zürich, Rasmus Dahl, in einem Interview mit dem "Tages-Anzeiger" (Bezahlartikel). So sei in Zürich zum Beispiel derjenige Algorithmus programmiert worden, der es ermöglicht, ein nahezu natürliches Erlebnis zu schaffen, wenn sich seine Person mit einer Virtual-Reality-Brille im virtuellen Raum bewegt.
Derzeit sei eine neue VR-Brille mit dem Namen Cambria in Arbeit, so Dahl im Interview. Diese sei eine Weiterentwicklung des Virtual-Reality-Headsets Quest 2 und soll mit neuen Sensoren einem virtuellen Avatar unter anderem ermöglichen, Augenkontakt zu halten und die eigene Mimik zu reflektieren.
Dafür braucht das Unternehmen spezialisierte Fachkräfte und arbeitet darum auch mit der ETH in Zürich und der EPFL Lausanne zusammen. Welche Beträge Meta dafür an die beiden technischen Hochschulen bezahlt, ist unbekannt.
Aus Facebook wurde Meta
Der Facebook-Konzern änderte seinen Konzernnamen in Meta. Die Dachgesellschaft über Diensten wie Facebook, Instagram, WhatsApp, Oculus, Portal oder Novi nennt sich seit Ende Oktober 2021 Meta. Mit dem neuen Namen will Mark Zuckerberg den Fokus auf die neue virtuelle Umgebung "Metaverse" lenken, in der er die Zukunft der digitalen Kommunikation – und auch seines Unternehmens sieht.
Auf die Frage, was Dahl darüber denkt, dass er für ein Unternehmen arbeitet, das regelmäßig in der Kritik steht, sagt er: "Ich lese, was die Medien über Meta schreiben, denn mich betrifft das sowohl als Meta-Mitarbeiter als auch als Bürger. Das, was wir in Zürich im Reality Lab entwickeln, ist sehr weit weg von dem, was auf Instagram oder in der Facebook-App passiert. Trotzdem trifft uns die Kritik."