Knapp eine Woche nach dem tödlichen Brand auf einer Fähre in Indonesien ist es wieder zu einem Feuer auf einem Passagierschiff im südostasiatischen Inselstaat gekommen. Laut den Behörden der Stadt Mataram auf der Insel Lombok, die nahe bei Bali liegt, gab es vorerst keine Meldungen über Verletzte oder Tote unter den Passagieren und der Besatzung. Das teilten sie am Mittwoch mit. Auf einer Passagierliste standen mindestens 114 Menschen, die sich zum Zeitpunkt des Brandes an Bord befanden.
Such- und Rettungsschiffe sowie ein Überwachungshubschrauber waren laut indonesischen Behörden im Einsatz. "Bislang haben wir keine Meldung über Opfer erhalten", sagte der Leiter der Such- und Rettungsbehörde in Mataram, Muhamad Hariyadi, dem Sender Metro TV. Auf der Fähre seien keine Passagiere mehr zu sehen gewesen. Mindestens 106 Menschen konnten bereits in Sicherheit gebracht werden.
Erst Anfang August hatte es vor der Insel Madura einen Brand auf einer Fähre gegeben, bei dem fünf Menschen ums Leben gekommen sind. Mehr als 200 Passagiere konnten damals laut Behörden gerettet werden.
Indonesien besteht aus mehr als 17.000 Inseln. Schiffsunglücke kommen dort immer wieder vor. Oft sind schlechte Sicherheitsvorkehrungen und das unberechenbare Wetter schuld daran. Im vergangenen Monat war eine Fähre mit über 70 Passagieren auf dem Weg zur Insel Selayar südlich von Sulawesi gesunken. Mindestens vier Menschen kamen ums Leben, weitere 14 wurden nach dem Abbruch der Suche noch vermisst.