Fälle von Gürtelrose nach Corona-Impfung aufgetreten

Die Corona-Impfungen verlaufen in den meisten Fällen problemlos. Bei einer Minderheit der Patienten kann es aber zu Nebenwirkungen kommen.

In der Schweiz vermeldete Swissmedic am Freitag, dass es bei 822 Personen, die sich in den vergangenen Tagen und Wochen gegen das Coronavirus impfen ließen, zu als schwerwiegend eingestuften Nebenwirkungen gekommen ist. Am meisten seien Fieber und Kopfschmerzen vermeldet worden. An dritter Stelle folgen Herpes-Zoster-Reaktivierungen. Im Volksmund wird die Krankheit "Gürtelrose" genannt. Dabei bilden sich am unteren Oberleib rötliche Ausschläge oder Bläschen, die stark schmerzen können. 121 Fälle wurden insgesamt gemeldet.

Swissmedic untersucht Todesfälle, die nach einer Impfung aufgetreten sind

Die allermeisten Impfungen im Land verlaufen offenbar aber ohne nennenswerte Nebenwirkungen. Bei bisher 3,7 Millionen verabreichten Impfdosen kam es zu 2.269 registrierten Verdachtsmeldungen in der Schweiz. Betroffen sind sowohl der Impfstoff von Pfizer/Biontech als auch derjenige von Moderna. In den letzten Wochen ist die Melderate bei den Nebenwirkungen leicht rückläufig. Die Mehrheit der Fälle (68,4 Prozent aller Fälle) ist bei Frauen aufgetreten.

84 Menschen sind nach der Corona-Impfung und dem Auftreten schwerwiegender Nebenwirkungen verstorben. Der Todeszeitpunkt trat in unterschiedlichen zeitlichen Abständen zur Impfung ein. Bei den meisten handelte es sich laut dem Bundesamt für Gesundheit um Personen, die über 80 Jahre alt waren. Viele hatten zudem schwere Vorerkrankungen. In welchem Zusammenhang die Nebenwirkungen mit der Impfung stehen, untersucht das Institut derzeit.

Die neuen Erkenntnisse würden nichts Grundlegendes am positiven Nutzen-Risiko-Profil für die Impfungen ändern, erklärt Swissmedic. In Zusammenarbeit mit Swissmedic würden die Arzneimittelinformationen zu den Impfungen auf deren Webseite www.swissmedicinfo.ch laufend aktualisiert.

Was ist die Gürtelrose?

Die Herpes Zoster, oder eben "Gürtelrose", tritt meist als eine Spätfolge der Windpocken auf. Dabei bleibt ein Teil der Viren im Körper bestehen und wird später wieder reaktiviert. Dazu kann es kommen, wenn das Immunsystem geschwächt ist. Meist sind ältere Personen betroffen. Die Krankheit kündigt sich oft mit einsetzendem Fieber, Müdigkeit oder Abgeschlagenheit an. Die Rötungen bleiben üblicherweise während einiger Tage bestehen.

Bei schwereren Verläufen können sie Narben hinterlassen. Anstecken kann man sich mit der Krankheit, indem man in Kontakt mit der Flüssigkeit kommt, die aus den Bläschen austreten kann. Im Gegensatz zu den Windpocken gilt die Gürtelrose nicht als gefährlich für Schwangere. Und wer die Krankheit schon einmal durchgemacht hat, ist laut Angaben von Toppharm nur in den seltensten Fällen gefährdet, noch einmal Symptome aufzuweisen. Typischerweise werden Medikamente zur Schmerzminderung verschrieben.

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