U-Bahn-Schubser gesucht – "Ich bin der Falsche!"

Herbert Panzenböck (l.) mit seiner Anwältin Astrid Wagner (r.).
Herbert Panzenböck (l.) mit seiner Anwältin Astrid Wagner (r.).privat
Eine Frau (77) wurde bei der U6 schwer verletzt. Die Polizei fahndete nach dem vermeintlichen Täter – doch der Mann am Foto war es offenbar nicht.

"Ich hab gedacht, mich trifft der Schlag", platzte es aus Herbert Panzenböck im Gespräch mit "Heute" heraus. Mit einem Foto des 58-Jährigen fahndete die Wiener Polizei nach einem gefährlichen U-Bahn-Schubser – der soll im September in der U6-Station am Westbahnhof eine 77-Jährige umgestoßen und verletzt haben. "Unvorstellbar", für den Mann aus Neunkirchen (NÖ), der zum Tatzeitpunkt zufällig in Wien war. Eine Seltenheit, denn ansonsten kümmert er sich rund um die Uhr um seinen 93-jährigen Vater.

"War zur falschen Zeit am falschen Ort"

"Ich bin der Falsche", war ihm klar – trotzdem oder gerade deshalb durchlebte er nach dem Fahndungsaufruf bange Stunden. "Ich wurde von Freunden und Angehörigen meiner Patienten angerufen", so der gelernte Alten- und Krankenpfleger. Er stellte sich auf der nächsten Polizeistation. "Dort bestätigten mir Ermittler, dass ich gar nicht auf die Täterbeschreibung (groß wie ein Football-Spieler, serbischer Akzent) passe." Star-Anwältin Astrid Wagner: "Er war einfach zur falschen Zeit am falschen Ort. Daher gehe ich davon aus, dass die laufenden Ermittlungen eingestellt werden." Panzenböck stellt klar: "Beruflich und privat helfe ich alten Menschen und verletze sie nicht!"

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