Da hat wohl wer was missverstanden: Am Regierungsgebäude am Wiener Stubenring (dort sind Wirtschafts-, Gesundheits-, Landwirtschafts- und Klimaministerium untergebracht, Anmerkung) wehten am Mittwoch sowohl die österreichische als auch die EU-Fahne auf halbmast.
In der Anordnung des Kanzleramts ist aber vorgesehen, dass die EU-Fahne fürs Begräbnis der Queen komplett abgenommen wird – Burgenland und Kärnten wollen sie jedoch auf halbmast wehen sehen. Das Außenministerium sagt dazu jedoch: "Grundsätzlich ist die Gepflogenheit so, dass man nur die eigene Flagge auf Halbmast setzen kann. Für die EU-Flagge müsste eine EU-weite Trauer ausgerufen werden." Nun kennt sich offenbar auch die Regierung selbst nicht mehr aus.
Das Kanzleramt hat indes zur Halbmast-Anordnung Stellung genommen. Diese sei "in enger Abstimmung mit der Präsidentschaftskanzlei" getroffen worden, ähnlich wie am Todestag der Queen. Auch damals waren die Fahnen auf halbmast gesetzt worden. Ein politischer Auftrag sei dafür nicht erforderlich, das sei "Verwaltungshandeln entlang der protokollarischen Gepflogenheit".