Fähre mit 250 Menschen an Bord gesunken

Bild: Neel van Eijk (AP)

Vor der Tropeninsel Sansibar hat ein schweres Schiffsunglück mindestens 31 Menschen in den Tod gerissen. Eine Fähre mit rund 250 Menschen an Bord ist am Mittwoch in stürmischer See gesunken. Lokalen Medienangaben zufolge werden viele Passagiere noch vermisst. Es sollen auch Dutzende Kinder an Bord gewesen sein.

Nach Angaben des britischen Senders BBC wurden bisher 145 Menschen gerettet. Zahlreiche Menschen würden noch vermisst. Die Suche nach Überlebenden soll bei Tagesanbruch weitergehen.

Ersten Meldungen zufolge soll es sich bei zwei der Opfer um Europäer handeln. Polizei und Marine leiteten eine groß angelegte Rettungsaktion ein. Auch Passagier- und Frachtschiffe, die in der Region unterwegs waren, wechselten den Kurs und eilten zur Unglücksstelle. Nach Informationen der BBC war das Schiff am Mittag in der tansanischen Hafenstadt Daressalam in See gestochen. Ziel war die etwa zwei Stunden entfernte Insel Unguja, die Hauptinsel von Sansibar. In der Nähe der Insel Chumbe westlich von Unguja geriet das Schiff bei starkem Wind in Seenot.

Erst im September war vor Sansibar eine Fähre gesunken. Von den rund 800 Passagieren auf der völlig überfüllten "MV Spice Islander" waren mehr als 200 ums Leben gekommen. Der Archipel Sansibar gehört zu Tansania, hat aber eine gewisse Autonomie. Die herrlichen Strände am Indischen Ozean locken jährlich zahlreiche Touristen auf die Inselgruppe.

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