Übersetzungsfehler

Fahrgast kündigt aus Versehen Bombenanschlag auf Zug an

Zu einem kuriosen Zwischenfall kam es in einem Nahverkehrszug in Bayern. Die Handy-Übersetzung führte zu einem Großeinsatz.

Newsdesk Heute
Fahrgast kündigt aus Versehen Bombenanschlag auf Zug an
Der Zug musste evakuiert werden. (Symbolbild)
Getty Images

Seiner Übersetzungs-App zu verdanken hatte ein 36-Jähriger, dass er am Montag vorläufig festgenommen wurde und eine Nacht auf der Polizeiinspektion verbringen musste. Der Iraker war der deutschen Bundespolizei zufolge in einem Zug Richtung Hof unterwegs und wollte sich bei einer Mitreisenden erkundigen, ob der Zug an einem der Halte geteilt werde.

Offenbar war er also in der Vergangenheit bereits versehentlich in die falsche Richtung weitergefahren und wollte so auf Nummer sicher gehen. Das Ergebnis der Smartphone-Übersetzung lautete dann aber in etwa, dass dieser Zug bald explodieren werde, schilderte die Zeugin der Polizei. Sie flüchtete auf die Toilette und informierte die Einsatzkräfte.

Rasche Aufklärung

Der Bahnhof Oberkotzau, eine größere Straße und ein Jugendzentrum wurden daraufhin gesperrt, 80 Fahrgäste evakuiert und ein völlig verdutzter Iraker festgenommen. Im Zug konnte natürlich kein Sprengstoff gefunden werden und rasch stellte sich heraus, dass es sich um ein Missverständnis handelte.

Trotzdem hielt die Polizei den Betroffenen insgesamt acht Stunden lang fest, so die Nachrichtenagentur dpa. Ein Sprecher der Bundespolizei dazu: "Ermittelt wird ja trotzdem - wegen des Anfangsverdachts der Störung des öffentlichen Friedens und des Vortäuschens einer Straftat."

Der Mann soll anderen Berichten zufolge Kurde sein, sein Dialekt könnte deswegen an dem Übersetzungsfehler schuld sein. Durch die Sperrung des Bahnhofs wurden insgesamt 18 Züge zeitweise aufgehalten, es entstand eine Verspätung von mehr als 16 Stunden.

1/60
Gehe zur Galerie
    <strong>23.07.2024: Sex im Streifenwagen? Delikate Liebesaffäre bei Polizei.</strong> Eine Affäre sorgte in einer Wiener Dienststelle für Aufregung, sogar von Sex im Polizeiauto war die Rede. <a data-li-document-ref="120049185" href="https://www.heute.at/s/sex-im-streifenwagen-delikate-liebesaffaere-bei-polizei-120049185">Ein Beamter kämpft nun gegen Versetzung &gt;&gt;&gt;</a>
    23.07.2024: Sex im Streifenwagen? Delikate Liebesaffäre bei Polizei. Eine Affäre sorgte in einer Wiener Dienststelle für Aufregung, sogar von Sex im Polizeiauto war die Rede. Ein Beamter kämpft nun gegen Versetzung >>>
    Sabine Hertel

    Auf den Punkt gebracht

    • Ein 36-jähriger Mann wurde aufgrund eines Übersetzungsfehlers seiner App vorläufig festgenommen, nachdem er aus Versehen einen Bombenanschlag auf den Zug angekündigt hatte
    • Er wollte lediglich nach den Haltestellen des Zuges fragen, doch die Übersetzung seiner Frage führte zu einem Missverständnis und einer großangelegten Evakuierung
    • Trotzdem wurde der Mann für acht Stunden festgehalten, während die Polizei wegen des Verdachts auf Störung des öffentlichen Friedens und Vortäuschung einer Straftat ermittelte
    red
    Akt.