Wien

Radengel aus der Donaustadt setzt Radler unter Strom

Michael Florian Zobl hilft einfach gern. Mit seinem mobilen Rad-Pannendienst und einer Stromtankstelle rettet er seit 2017 liegengebliebene Wiener.

Heute Redaktion
Michael Florian Zobl hilft ehrenamtlich Radfahrern, wenn es mal Probleme gibt.
Michael Florian Zobl hilft ehrenamtlich Radfahrern, wenn es mal Probleme gibt.
Helmut Graf

"Den Pannendienst mache ich seit Januar 2017. Und die Stromtankstelle betreibe ich seit Frühling 2018. Es macht mir besonderen Spaß, anderen Menschen zu helfen." Michael sagt, er habe schon immer gern anderen geholfen, bereits als Kind. In seiner Emailsignatur steht "Mit freundlichen Grüßen, Michael Florian Zobl, Elektro-EDV Zobl ehrenamtlicher Pannen- und Störungsdienst". 539 Einsätze hatte er seit 2017.

Radservice gegen freie Spenden

Michael erwartet nichts für seinen "Service", aber die meisten geben eine freie Spende, das ist "eigentlich kein Zwang", sagt er. Und fast alle würden sich bedanken. Nur ganz, ganz selten nehmen Menschen auf eher unangenehme Weise seine Dienste in Anspruch. "Ich sage mal, circa 90 Prozent der Menschen sind völlig zustimmend". Und viele seien auch total überrascht und froh, dass es so etwas wie ihn gibt. Ist er Optimist mit einem positiven Menschenbild? "Ganz klar, ja". Auf seiner Webseite erklärt Michael seine Hilfemöglichkeiten und die Vorraussetzungen:

Hilfen von Michael
Hilfen von Michael
https://www.elektro-edv-zobl.wien/

Wiener investiert 5.500 Euro – einfach, um zu helfen

Die Ausrüstung für den Pannendienst hat Michael rund 3.500 € gekostet und die Ausgaben für seine Stromtankstelle lagen bei rund 2.000 €. Der leidenschaftliche Radfahrer fährt 6.000 Kilometer im Jahr. Nicht nur zu seinen "Einsätzen" im gesamten Wiener Stadtgebiet und kleinen Bereichen von Niederösterreich. "Speziell für Fahrradfahrer rücke ich auch in Korneuburg, Klosterneuburg und Langenzersdorf aus."

Sein Ehrenamt beschäftigt Michael "immer, wenn ich frei habe. Ich nutze ich meine Freizeit, um zu helfen". Dass es Nachahmer gibt, davon hat Michael noch nichts gehört. Nein, das sei ihm nicht bekannt, zumindest sei da kein weiterer ehrenamtlicher Pannendienst in Wien. Es gäbe nur einen professionellen mobilen Reparaturdienst: "Der wurde auch mal neben mir im Kurier interviewt."

Sogar Tiroler brauchen seine Hilfe

Gutes tun und nicht darüber reden, das war bisher seine Devise. Nun steht Michael dennoch im Fokus der Regionalmedien. Und das ist ihm "prinzipiell" angenehm, "außer es kommen zu viele Anfragen". Nach einem Pannenhilfe- Medienbericht habe er nämlich sogar aus Tirol einen Anruf erhalten.

Einen besonderen Effekt seiner ehrenamtlichen Leidenschaft spürt Michael nicht, es mache eben einfach Spaß. Wobei, etwas ist doch schön:  Man lerne interessante Menschen kennen. Michael kennt sich sehr gut mit fast allen Radtypen und den verschiedene Blessuren aus, die ein Radl haben kann. Er selbst fährt ein VSF Fahrradmanufaktur TX-800. Ein Auto und einen Führerschein hat und braucht er nicht.

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