Wer in einer dicht bebauten Stadt mit dem Fahrrad unterwegs ist, kennt das Problem: Das sichere Abstellen wird oft zur echten Herausforderung. Räder stehen auf Gehwegen, vor Bahnhöfen oder zwischen Passantenströmen.
Die japanische Firma Giken hat dafür eine clevere Lösung entwickelt. Statt neue Flächen oberirdisch zu blockieren, wird das Fahrradparken einfach nach unten verlegt - vollautomatisch.
Wie es bei chip.de heißt, bieten die Anlagen mehr als 200 Stellplätze bei minimalem Platzbedarf an der Oberfläche. In Kobe sind es je nach Modell sogar 204 oder 228 Fahrräder pro Einheit.
Der Parkvorgang dauert laut Hersteller gerade einmal rund 13 Sekunden. Das Fahrrad wird einfach in die kleine Station geschoben und automatisch unter die Erde befördert.
Das Unternehmen beschreibt sein System mit dem Leitgedanken "Culture Aboveground, Function Underground" - also: oberirdisch Raum für Stadtleben, unterirdisch die Funktion.
Ziel ist es, öffentliche Räume oberirdisch freizuhalten. Plätze, Wege und Vorzonen vor Bahnhöfen sollen nicht von Fahrradreihen dominiert werden, sondern wieder für Menschen und Grünflächen nutzbar sein.
Was futuristisch aussieht, ist in Japan bereits praktische Infrastruktur. Ob das System auch in Europa zum Einsatz kommt, hängt von Baukosten, Wartung und dem lokalen Parkdruck ab.